Großprojekt

US-Milliardenprojekt bei Ramstein: Bundesregierung baut mit – aber ohne Plan

Erst US-Militärkrankenhaus, schließlich Evakuierungszentrum im Kriegsfall: Die wirkliche Funktion des Megabaus in Weilerbach klärt sich nur häppchenweise. Was gibt es zu verbergen?

5 Min
Blick auf die Baustelle des künftigen US-Klinikums bei Ramstein: 1,8 Milliarden US-Dollar, 47 Hektar, 4.800 Räume, 2500 Mitarbeiter – aber offiziell nur 68 reguläre Betten. Dieses Verhältnis wirft Fragen auf.

Blick auf die Baustelle des künftigen US-Klinikums bei Ramstein: 1,8 Milliarden US-Dollar, 47 Hektar, 4.800 Räume, 2500 Mitarbeiter – aber offiziell nur 68 reguläre Betten. Dieses Verhältnis wirft Fragen auf.

© IMAGO

Es sind Zahlen, die sich einer klinischen Logik entziehen. In Weilerbach, unmittelbar neben der US-Luftwaffenbasis Ramstein, entsteht auf 47 Hektar für rund 1,8 Milliarden US-Dollar das künftig größte US-Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten: 4.800 Räume, 2.500 Beschäftigte – und, offiziell ausgewiesen, 68 reguläre Krankenhausbetten. Rechnerisch entfallen damit auf jedes Bett rund 27 Millionen Dollar und etwa 2.800 Quadratmeter Fläche. Bauherr im Außenverhältnis ist die Bundesrepublik Deutschland.

Auf der Bundespressekonferenz hat diese Zeitung die Bundesregierung gefragt, ob ihr als baulich verantwortlicher Stelle die vollständige Nutzungsplanung dieses Komplexes bekannt sei und wie sie die eklatanten Widersprüche zwischen Bauvolumen und Bettenzahl erkläre. Die Antwort fiel bemerkenswert aus:

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