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Joe Biden denkt, François Mitterrand wäre der französische Präsident – doch der starb 1996

In einer Rede behauptete US-Präsident Biden, er hätte Mitterand beim G7-Gipfel getroffen. Immer größer werden die Zweifel an Bidens kognitiven Fähigkeiten.

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Joe Biden (l.) scheint der Auffassung, Frankreichs Präsident sei François Mitterrand. Das war so von 1981 bis 1995. Mittlerweile ist Frankreichs Staatsoberhaupt jedoch Emmanuel Macron.

Joe Biden (l.) scheint der Auffassung, Frankreichs Präsident sei François Mitterrand. Das war so von 1981 bis 1995. Mittlerweile ist Frankreichs Staatsoberhaupt jedoch Emmanuel Macron.

© AFP

Joe Biden befindet sich im falschen Jahrhundert. Zumindest, wenn es um französische Präsidenten geht. Der US-Präsident scheint anzunehmen, dass Frankreichs Präsident François Mitterrand ist. Doch der verließ das Amt schon 1995 und starb 1996. Bekanntermaßen ist Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron.

In einer Rede bei einer Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas erzählte Biden eine Geschichte über den G7-Gipfel, der im Juni 2021 in England stattfand und an dem Macron teilnahm: „Gleich nachdem ich gewählt wurde, ging ich zu einem G7-Gipfel nach Südengland. Und ich setzte mich hin und sagte: ‚Amerika ist zurück!‘ und Mitterand aus Deutschland – ich meine Frankreich – sah mich an und fragte: ‚Wie lange sind Sie zurück?‘“

Es war nicht der erste Versprecher des 81-jährigen US-Präsidenten in letzter Zeit. Im Juli 2023 sagte er versehentlich, dass „über 100“ Amerikaner seit Ausbruch der Pandemie an Covid-19 gestorben seien. Das Weiße Haus berichtigte dies später auf „über 1 Million“. Im Juni hatte Biden – der sich um die Wiederwahl bewirbt und in einer Neuauflage der Wahl 2020 im November gegen den republikanischen Herausforderer Donald Trump antreten dürfte – den Krieg in der Ukraine mit dem im Irak verwechselt und gesagt, dass der russische Präsident Wladimir Putin „den Krieg im Irak verliert“. „Es ist wirklich schwer zu sagen. Aber er verliert eindeutig den Krieg im Irak. Er verliert den Krieg zu Hause, und er ist in der ganzen Welt zu einer Art Paria geworden“, sagte Biden.

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Immer wieder verspricht sich Biden, verliert den Faden, verwechselt Zusammenhänge. Seit dem Beginn seiner Präsidentschaft 2021 wird er immer wieder wegen seines Alters und seiner Fähigkeit, eine zweite Amtszeit zu absolvieren, kritisch beäugt. Mehrere seiner politischen Gegner und einige Wähler haben Bidens offensichtliche Verwechslungen und Fauxpas genutzt, um ihre Argumente zu untermauern, warum er zu alt oder ungeeignet für das Präsidentenamt ist. Mit 81 Jahren ist Biden der älteste amtierende Präsident der USA. Sollte er im November wiedergewählt werden, wäre er am Ende seiner zweiten Amtszeit 87 Jahre alt.

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