Handel

USA senken Zölle auf EU-Autos – Brüssel hebt Barrieren für US-Produkte auf

Die USA senken ihre Zölle auf Autoimporte aus der EU rückwirkend zum 1. August auf 15 Prozent. Im Gegenzug baut Brüssel Handelsbarrieren für US-Produkte ab - doch die Lage bleibt schwierig.

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Maros Sefcovic, EU-Kommissar für Handel und wirtschaftliche Sicherheit bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Maros Sefcovic, EU-Kommissar für Handel und wirtschaftliche Sicherheit bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

© Nicolas Tucat/AFP

Die USA senken ihre Importzölle auf Autos aus der Europäischen Union rückwirkend zum 1. August von 27,5 auf 15 Prozent. Das kündigte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic am Donnerstag in Brüssel an. „Ich denke, das sind willkommene Nachrichten für die Autoindustrie“, sagte er.

Die Maßnahme ist Teil einer gemeinsamen Erklärung, die Brüssel und Washington nach den Handelsgesprächen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump Ende Juli in Schottland veröffentlicht haben. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und Importhürden für bestimmte Agrarprodukte zu senken.

Sefcovic verteidigt Deal: „Handelskrieg hätte Unternehmen geschadet“

Sefcovic verteidigte den Deal trotz Kritik: Ohne Einigung hätten ab 1. August US-Zölle in Höhe von 30 Prozent und damit ein eskalierender Handelskonflikt gedroht. „Ein solcher Handelskrieg hätte Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks geschadet“, sagte er.

Darüber hinaus sichert die EU den Vereinigten Staaten zu, bis zum Ende von Trumps Amtszeit US-Energie im Wert von 750 Milliarden Dollar zu kaufen. Weitere Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe sollen folgen.

Für die exportstarke europäische Autoindustrie bleibt die Lage jedoch angespannt: Zwar sinken die Zölle deutlich, der neue Satz von 15 Prozent liegt aber weiterhin weit über dem Vorkrisenniveau von 2,5 Prozent vor Trumps Amtsantritt. Zudem müssen sich europäische Hersteller künftig auf stärkere Konkurrenz von US-Autobauern auf ihrem Heimatmarkt einstellen. (mit dpa)

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