Massud, ein Kameramann, hat sich gemeldet. Er fragte, ob die Berliner Zeitung Videomaterial aus dem Gazastreifen benötige. Als ich ihn daran erinnerte, dass wir eine Zeitung sind und kein Videoportal, schrieb Massud: „Unser Familienhaus wurde bombardiert. Gott sei Dank leben wir noch. In einem Zelt. Meine Kunden wollen kein Videomaterial mehr. Alle haben uns vergessen.“ Es ist die bittere Realität: Nach drei Monaten Krieg, ausgelöst durch den terroristischen Großangriff der Hamas auf Israel, hat die Welt genug Bilder von Müttern gesehen, die um ihre toten Babys trauern – der Gazastreifen gerät in Vergessenheit. Aber die Bombardierungen und Kämpfe dauern an.
Nahost
USA besorgt: Die Gefahr eines regionalen Krieges im Mittleren Osten wächst
Der Großangriff der Hamas auf Israel und der Krieg im Gazastreifen haben die Büchse der Pandora geöffnet. Kann eine Ausweitung des Nahostkonflikts noch vermieden werden?
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Ein amerikanischer Soldat steht auf einem Kriegsschiff der U.S. Navy.
© Ruskin Naval/dpa