Mit dem Einsatz von westlichen Raketen gegen russisches Territorium hat der Ukrainekrieg nach den Worten von Russlands Präsident Wladimir Putin „Elemente eines globalen Charakters“ erhalten. Die ukrainischen Angriffe mit westlichen Raketen auf Russland seien gescheitert, sagte Putin am Donnerstag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache.
Zuvor hatte das Verteidigungsministerium in Moskau mitgeteilt, die russische Luftabwehr habe am Mittwoch zwei von der Ukraine abgefeuerte britische Storm-Shadow-Marschflugkörper abgeschossen. Erst am Vortag hatte die ukrainische Armee erstmals amerikanische ATACMS-Raketen auf russischem Territorium eingesetzt und dabei ein Militärlager in Brjansk getroffen.
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„Neueste Rakete“: Putin äußert sich zum jüngsten Angriff auf Dnipro
Putin äußerte sich auch zum mutmaßlichen Abschuss einer Interkontinentalrakete beim morgendlichen Angriff auf die Stadt Dnipro. Seinen Aussagen zufolge habe die russische Armee die Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Ihm zufolge handelte es sich dabei um einen Teststart dieser „neuesten Rakete“.
Kurz zuvor hatte die US-Regierung mitgeteilt, dass bei dem Angriff am Donnerstagmorgen auf die Ukraine eine „experimentelle ballistische Rakete mittlerer Reichweite“ eingesetzt wurde. Die USA bestätigten damit, dass es sich demnach um keine Interkontinentalrakete handelte. Der Regierungsvertreter fügte hinzu: Das sei in diesem Konflikt kein „game changer“, also nichts, was die Situation grundlegend verändere. „Russland versucht möglicherweise, diese Fähigkeit zu nutzen, um die Ukraine und ihre Unterstützer einzuschüchtern … aber es wird in diesem Konflikt keine Wende bringen“, so der US-Beamte. „Die Ukraine hat unzähligen Angriffen Russlands standgehalten, darunter auch Raketen mit deutlich größeren Sprengköpfen als diese Waffe“, sagte der Beamte.
Das ukrainische Militär hatte Russland beschuldigt, bei einem Angriff auf die Stadt Dnipro am Donnerstagmorgen eine Interkontinentalrakete (ICBM) abgefeuert zu haben. Hätte sich das bestätigt, wäre es der erste Einsatz einer derartigen Waffe seit Beginn des Krieges im Februar 2022 gewesen.
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Angriff auf Dnipro: Legte die Rakete 700 Kilometer zurück?
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe sei die Rakete aus der russischen Region Astrachan auf die Stadt Dnipro abgeschossen worden. Zwischen beiden Orten liegen etwa 700 Kilometer. Details zum Sprengkopf oder zum Raketentyp wurden nicht genannt, es gab keine Hinweise auf eine nukleare Bewaffnung. Bei dem Angriff wurden nach Angaben örtlicher Behörden in Dnipro zwei Menschen verletzt.
Die Ukraine legte bisher keine Beweise dafür vor, dass bei dem Angriff auf die zentralrussische Stadt Dnipro eine mit konventionellen Sprengköpfen ausgestattete Interkontinentalrakete eingesetzt wurde. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, die eingesetzte Rakete entspreche „der Geschwindigkeit und Flughöhe“ einer Interkontinentalrakete.
Russische Behörden wollten den Angriff nicht kommentieren. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow antwortete laut der Nachrichtenagentur AFP auf die Frage, ob Moskau die Rakete abgefeuert habe, er habe „nichts zu diesem Thema zu sagen“. (mit AFP)
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