Venezuela

USA erhöhen Druck auf Venezuela – Trump plant offenbar trotzdem Gespräch mit Maduro

Die USA gehen seit Wochen gehen mutmaßliche Drogenboote in der Karibik vor. Nun zeigt sich Donald Trump einem Bericht zufolge offen für ein Gespräch mit Nicolás Maduro.

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Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro: US-Präsident Donald Trump zeigt sich offen für ein Gespräch.

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro: US-Präsident Donald Trump zeigt sich offen für ein Gespräch.

© AFP

US-Präsident Donald Trump hat seinen Beratern offenbar mitgeteilt, dass er plant, direkt mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu sprechen. Vorbereitungen für ein Telefonat seien „in der Planungsphase“, sagte ein US-Beamter laut dem Nachrichtenportal Axios. Ein Termin stehe jedoch noch nicht fest. Auch worüber genau Trump mit Maduro sprechen wolle, sei noch unklar.

Die USA hatten am Montag einem Reuters-Bericht zufolge das mutmaßliche venezolanische Kartell „Cartel de los Soles“ (Kartell der Sonnen) offiziell als ausländische Terrororganisation eingestuft. Damit wurden zusätzliche Sanktionen gegen die Gruppe ermöglicht, zu der laut US-Angaben auch Maduro und andere hochrangige Beamte gehören sollen.

USA geht gegen mutmaßliche Drogenboote vor

US-Außenminister Marco Rubio hatte bereits am 16. November erklärt, das mutmaßliche Drogenkartell sei verantwortlich für „terroristische Gewalt in unserer gesamten Hemisphäre“. Das venezolanische Außenministerium erklärte, es weise die „neue und lächerliche Lüge“ von US-Außenminister Rubio „kategorisch, entschieden und absolut“ zurück. Es warf den USA vor, mit der Terror-Einstufung des mutmaßlichen Kartells die „unrechtmäßige und illegale Intervention gegen Venezuela zu rechtfertigen“.

Die Einstufung des „Cartel de los Soles“ als ausländische Terrororganisation ermächtigt Trump einem CNN-Bericht zufolge, neue Sanktionen gegen Maduros Vermögen und Unterstützungsstrukturen zu verhängen, berechtige jedoch nicht ausdrücklich zum Einsatz tödlicher Gewalt. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte vor einigen Tagen jedoch erklärt, die Einstufung eröffne den USA „eine ganze Reihe neuer Optionen“ im Vorgehen gegen mutmaßliche Drogenhändler.

Maduro und seine Regierung haben stets jegliche Beteiligung an Verbrechen bestritten und den USA laut Reuters vorgeworfen, einen Regimewechsel anzustreben, um Venezuelas natürliche Ressourcen, insbesondere seine riesigen Ölreserven, kontrollieren zu können. Trump hatte wiederholt erklärt, keinen Regimewechsel anzustreben.

„Niemand plant, dort hineinzugehen und ihn zu erschießen oder zu entführen – zum jetzigen Zeitpunkt. Ich würde nicht nie sagen, aber das ist im Moment nicht der Plan“, sagte ein US-Beamter laut Axios mit Blick auf Maduro. „In der Zwischenzeit werden wir Boote sprengen, die Drogen transportieren. Wir werden dem Drogenhandel ein Ende setzen.“

Die USA hatten in den vergangenen Wochen mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt – nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen. Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei starben nach Angaben von Axios mindestens 83 Menschen. (Mit AFP)

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