Iran-Konflikt

USA greifen Ziele im Iran an – Teheran meldet Angriff auf US-Stützpunkt

Das US-Militär begründet den Angriff mit dem Abschuss einer MQ-1-Drohne über internationalen Gewässern. Kuwait meldet Luftalarm und den Einsatz der Luftabwehr.

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Straße von Hormus: USA und Iran melden trotz Waffenruhe neue Angriffe.

Straße von Hormus: USA und Iran melden trotz Waffenruhe neue Angriffe.

© -/kyodo/dpa

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (CENTCOM) hat nach eigenen Angaben am Samstag und Sonntag iranische Radaranlagen sowie Führungs- und Kontrollstellen für Drohnen im iranischen Goruk und auf der Insel Qeshm angegriffen.

CENTCOM begründete die Angriffe mit dem Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 Predator über internationalen Gewässern. US-Kampfflugzeuge hätten daraufhin iranische Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Einweg-Angriffsdrohnen ausgeschaltet, die Schiffe in der Region bedroht hätten. US-Soldaten seien nicht verletzt worden. Das Kommando kündigte an, US-Personal und amerikanische Interessen während der laufenden Waffenruhe weiter zu schützen.

Iranischer Gegenschlag

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten laut der staatsnahen Agentur Mehr News, ihre Luftstreitkräfte hätten den Stützpunkt zerstört, von dem aus das US-Militär einen Sendemast auf der Insel Sirik in der südiranischen Provinz Hormozgan angegriffen hätte. Die Garden drohten mit einer Reaktion anderer Größenordnung, sollte sich der Angriff wiederholen. Die Insel Sirik liegt nahe der Straße von Hormus.

Kuwait meldete am Montagmorgen laut der staatlichen Nachrichtenagentur KUNA, seine Luftabwehr sei gegen anfliegende Raketen und Drohnen im Einsatz. In Kuwait befindet sich ein größerer US-Stützpunkt.

Dritter Bruch der Waffenruhe seit April

Nach Darstellung von AP es der dritte größere Schlagabtausch seit der Waffenruhe, die Anfang April in Kraft trat. Der Krieg begann am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran. Der Iran reagierte mit Attacken auf Israel, US-Stützpunkte und Golfstaaten. Zugleich wurde eine neue Front im Libanon eröffnet. Der Konflikt hat im Iran und im Libanon bereits Tausende Todesopfer gefordert. Der Iran hält die Straße von Hormus weitgehend geschlossen. Durch die Meerenge wurde rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Erdgases transportiert.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Montagmorgen auf seiner Plattform Truth Social optimistisch zu den laufenden Verhandlungen über eine Verlängerung der Waffenruhe. „Der Iran will wirklich einen Deal machen“, schrieb Trump laut AP, ohne auf die jüngsten Angriffe einzugehen. Strittig bleiben nach Reuters-Angaben unter anderem die Aufhebung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Öleinnahmen.

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