US-Militär

USA melden Zerstörung von sechs iranischen Booten

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Boote zerstört. Teheran weist dies zurück.

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Der Befehlshaber des US-Zentralkommandos Centcom, Brad Cooper

Der Befehlshaber des US-Zentralkommandos Centcom, Brad Cooper

© Saul Loeb/AFP

Die US-Marine hat nach Militärangaben am Montag sechs iranische Kleinboote in der Straße von Hormus zerstört. Der Iran habe Schiffe der US-Marine und Handelsschiffe angegriffen, die vom US-Militär geschützt werden, erklärte der Befehlshaber des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, laut dem Sender CNN.

Cooper sagte, dass die iranischen Boote von US-amerikanischen Apache- und SH-60 Seahawk-Hubschraubern angegriffen wurden. Zudem seien alle von iranischer Seite abgefeuerten Marschflugkörper und Drohnen abgefangen worden, fügte er einem Reuters-Bericht zufolge hinzu.

Der Iran wies diese Darstellung zurück. „Die Behauptung der USA, sie hätten eine Reihe iranischer Kriegsboote versenkt, ist falsch“, erklärte ein hochrangiger iranischer Militärvertreter laut der Nachrichtenagentur AFP im Staatsfernsehen.

Großangelegter Militäreinsatz in Straße von Hormus

Cooper sprach laut Reuters von einem Einsatz mit 15.000 US-Soldaten, Zerstörern der US-Marine, mehr als 100 land- und seegestützten Flugzeugen sowie Unterwassereinheiten. Den iranischen Streitkräften habe er „dringend geraten“, Abstand zu US-Einheiten zu halten.

Eskorten einzelner Handelsschiffe gebe es nicht, sagte Cooper laut CNN. Stattdessen setze die US-Marine auf ein mehrschichtiges Verteidigungssystem aus Schiffen, Hubschraubern, Flugzeugen und Frühwarnsystemen. Die US-Marine habe einen einseitig befahrbaren Korridor durch die Meerenge freigeräumt, damit seit Wochen festsitzende Handelsschiffe den Persischen Golf verlassen könnten, sagte Cooper. Zur Zahl der Schiffe, die den Korridor bereits genutzt hätten, machte er keine Angaben.

Israel in höchster Alarmbereitschaft

Die israelischen Streitkräfte erklärten laut AFP, sich angesichts der jüngsten US-Angriffe auf iranische Boote in „höchster Alarmbereitschaft“ zu befinden. „Unsere Luftabwehrsysteme und Offensivkapazitäten sind weiterhin in höchster Einsatzbereitschaft“, sagte ein Militärsprecher.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor eine Geleitaktion mit dem Namen „Project Freedom“ angekündigt. Im Rahmen der Mission sollen Handelsschiffe sicher durch die weitgehend blockierte Meerenge geführt werden. Cooper sagte, die US-Blockade gegen iranische Häfen bleibe weiterhin in Kraft. Ob die am 8. April begonnene Waffenruhe aus seiner Sicht weiter gilt, ließ er laut Reuters offen. (mit AFP)

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