Mehrere nationale Sicherheitsbehörden der USA haben offenbar ihre Zusammenarbeit mit europäischen Verbündeten zur Bekämpfung russischer Sabotage, Desinformation und Cyberangriffen eingestellt. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervor.
Der ehemalige US-Präsident Joe Biden hatte demnach im vergangenen Jahr sein nationales Sicherheitsteam angewiesen, Arbeitsgruppen zur Überwachung des Themas einzurichten, nachdem die US-Geheimdienste davor gewarnt hatten, dass Russland einen „Schattenkrieg“ gegen westliche Staaten anzettele.
Die Bemühungen wurden vom Nationalen Sicherheitsrat (NSC) des Präsidenten geleitet und umfassten mindestens sieben nationale Sicherheitsbehörden, die mit europäischen Verbündeten zusammenarbeiteten. Gemeinsames Ziel war es dem Bericht zufolge, Anschläge auf Europa und die Vereinigten Staaten zu verhindern, wie Reuters aus internen Quellen erfahren haben soll.
Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump sei die Arbeit jedoch zum Stillstand gekommen. Regelmäßige Treffen zwischen dem Nationalen Sicherheitsrat und europäischen nationalen Sicherheitsbeamten sollen seither nicht mehr stattfinden. Der Nationale Sicherheitsrat habe auch die formelle Koordinierung der Bemühungen zwischen den US-Behörden, einschließlich des FBI, des Ministeriums für Innere Sicherheit und des Außenministeriums eingestellt, so die derzeitigen und ehemaligen Beamten gegenüber Reuters.
USA und Russland wollen laut Trump Beziehungen normalisieren
Trump sucht seit seinem Amtsantritt eine deutliche Annäherung an Russland und den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die beiden Staatschefs hatten kurz nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ein erstes offizielles Telefonat geführt. Trump brach damit mit der bisherigen Isolation der USA und europäischer Staaten von Moskau wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und stellte eine Wiederbelebung der amerikanisch-russischen Beziehungen in Aussicht.
Bei einem erneuten Telefonat mit Trump am Dienstag stellte Putin nun Bedingungen für einen Waffenstillstand in der Ukraine. Die Staatschefs einigten sich zunächst auf eine 30-tägige Aussetzung russischer Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Trumps russlandfreundlicher Kurs in den Bemühungen um ein Ende des Ukrainekrieges hatte bei europäischen Partnern Kritik ausgelöst.
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