Gaza-Krieg

USA zu Geisel-Deal: Hoffnungen steigen und schwinden

In Ägypten laufen Verhandlungen über einen neuen Deal für eine Feuerpause im Gaza-Krieg. Die USA hoffen, dass es zu einer schnellen Einigung kommt. Ausgemach...

dpa
2 Min
ARCHIV - John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA.

ARCHIV - John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA.

© Andrew Harnik/AP/dpa

Auf die Frage nach einer Frist sagte Kirby: „Zeit ist von entscheidender Bedeutung, ich kann hier aber keine Frist setzen.“ Man dürfe sich der Sache nie zu sicher ein. „Die Hoffnungen steigen und schwinden, und (...) wir werden einfach weiter am Ball bleiben und sehen, ob wir es schaffen können.“

Kirby betonte, dass die Israelis „in guter Absicht“ verhandelt hätten und eine sechswöchige Feuerpause auf dem Tisch liege. „Es kann also keinen Zweifel daran geben, dass es ihnen ernst ist mit dem Versuch, dieses Abkommen zustande zu bringen.“ Auf Fragen nach einem möglichen Plan B, sollte der Geisel-Deal nicht zustande kommen, ging Kirby nicht. Es müsse einfach klappen, sagte er. 

Kirby: „Wir wollen keine größere Bodenoperation in Rafah“

Auf Fragen zu der Ankündigung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, dass die geplante Offensive in Rafah mit oder ohne Geisel-Deal mit der Hamas stattfinden solle, reagierte Kirby schmallippig. Die Position der USA zu einer israelischen Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens habe sich nicht geändert. „Wir wollen keine größere Bodenoperation in Rafah“, betonte Kirby. Die Israelis würden die Position der USA kennen. 

In Kairo laufen gegenwärtig indirekte Verhandlungen über einen neuen Deal für eine Feuerpause im Gaza-Krieg und die Freilassung weiterer Geiseln im Gegenzug für palästinensische Häftlinge. Es wurde damit gerechnet, dass Israel im Fall einer Einigung zunächst von einem Militäreinsatz in Rafah absehen würde.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de