Berliner Wirtschaft

VBKI baut neues Haus – und sendet jetzt ein klares Signal für Berlin

Während viele Bauprojekte in Berlin stocken, kommt der VBKI voran. Mit dem Neubau verbindet der Verband einen größeren Anspruch für die Stadt.

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VBKI-Präsident Marcus Voigt und Baupartner beim Einschlagen von Nägeln anlässlich des Richtfests des neuen VBKI-Standorts in Berlin-Charlottenburg.

VBKI-Präsident Marcus Voigt und Baupartner beim Einschlagen von Nägeln anlässlich des Richtfests des neuen VBKI-Standorts in Berlin-Charlottenburg.

© VBKI/Michael Setzpfandt

Mitten in einer Zeit, in der viele Bauprojekte in Berlin stocken, kommt der Verband Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) mit seinem Neubau in der Bleibtreustraße in Charlottenburg voran. Neun Monate nach Baubeginn steht der Rohbau – trotz eines strengen Winters liegt das Projekt im Zeitplan und soll bis Jahresende fertig werden. Einer der ältesten Wirtschaftsverbände des Landes schafft sich damit erstmals seit fast 150 Jahren ein eigenes Haus.

VBKI-Präsident Markus Voigt betonte am Mittwoch auf der Baustelle den Anspruch des Verbandes. „Was wir heute sehen, ist weit mehr als ein Baufortschritt“, sagte er. Der VBKI wolle „gestalten, investieren und Verantwortung übernehmen – für unsere Stadt und unseren Standort“.

Berliner Wirtschaft: VBKI nutzt Neubau, um seine Rolle in Berlin zu stärken

Der VBKI vertritt rund 2300 Mitglieder aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und versteht sich als Stimme der Berliner Wirtschaft. Mit dem Neubau will sich der traditionsreiche Verband stärker als gestaltender Akteur positionieren. Der neue Sitz soll künftig Geschäftsstelle, Veranstaltungsort und Treffpunkt zugleich sein – ein Ort, an dem wirtschaftliche Interessen gebündelt und sichtbar gemacht werden. „Dieses Haus ist nicht nur Stein und Beton. Es ist ein Versprechen, Räume zu schaffen, in denen Zukunft entsteht“, so Voigt.

VBKI-Geschäftsführerin Ute Weiland spricht auf einer Plattform der Baustelle beim Richtfest für den Neubau des VBKI.

VBKI-Geschäftsführerin Ute Weiland spricht auf einer Plattform der Baustelle beim Richtfest für den Neubau des VBKI.

© VBKI/Michael Setzpfandt

Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Botschaft, sondern auch die Umsetzung. Der Bau wird nach Angaben des Vereins vollständig privat und ohne Unterstützung der Stadt Berlin finanziert. Der Neubau wird damit zum Symbol für ein Selbstverständnis: Die Berliner Wirtschaft will nicht nur auf das Geschehen reagieren, sondern ihren Einfluss in Berlin und darüber hinaus aktiv ausbauen. Bislang sitzt der Verein gemeinsam mit der IHK Berlin in einem Gebäude in der Fasanenstraße, ebenfalls in Charlottenburg.

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