Für Menschen aus dem Ausland wird ab Juni die Einbürgerung leichter, außerdem können Ausländer aus Nicht-EU-Ländern künftig einfacher einreisen. Gleichzeitig tritt eine Erweiterung der Westbalkanregelung in Kraft. Damit können zum Beispiel Menschen aus Albanien oder Serbien in Deutschland arbeiten. Für Bahnreisende endet derweil eine Ära: Bald gehört die Bahncard aus Plastik der Vergangenheit an.
Auch im Juni gibt es wieder Änderungen für Verbraucherinnen und Verbraucher. Ein Überblick.
Neues Staatsangehörigkeitsgesetz tritt in Kraft
Einbürgerungen sollen künftig schneller gehen, doppelte Staatsbürgerschaften grundsätzlich möglich sein: Am 27. Juni tritt eine Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes in Kraft. Danach sollen sich Ausländer schon nach fünf statt acht Jahren um einen deutschen Pass bewerben dürfen. Bei besonderen Integrationsleistungen wie guten Sprachkenntnissen und ehrenamtlichem Engagement kann eine Einbürgerung schon nach drei Jahren erfolgen.
Bisher konnten zudem nur Menschen eine doppelte Staatsbürgerschaft erlangen, die aus der EU, der Schweiz oder aus Ländern kamen, die einen Wechsel der Staatsbürgerschaft untersagen. Zukünftig soll das grundsätzlich möglich sein.
Chancenkarte für Migrantinnen und Migranten
Mit der Chancenkarte haben Menschen aus dem Nicht-EU-Ausland ab Anfang Juni die Möglichkeit, nach Deutschland einzureisen, ohne einen festen Arbeitsvertrag vorweisen zu müssen.
Einige Voraussetzungen gibt es aber: So müssen Bewerberinnen und Bewerber Grundvoraussetzungen wie grundlegende Deutschkenntnisse oder sehr gute Englischkenntnisse und eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder einen im Herkunftsland anerkannten Hochschulabschluss vorweisen.
Für zusätzliche Leistungen können die Bewerbenden weitere Punkte erhalten. Wer insgesamt sechs Punkte erhält, bekommt die Chancenkarte und darf ein Jahr für die Arbeitssuche in Deutschland bleiben – sofern der Lebensunterhalt gesichert ist.
Bahncard in digitaler Form
Aus für die Plastikkarte: Die Bahncard 25 und die Bahncard 50 wird es ab dem 9. Juni nicht mehr in der bisherigen Form geben. Für die Nutzung der Bahncard seien ein Kundenkonto bei bahn.de und die Smartphone-App DB Navigator nötig, teilte die Deutsche Bahn im März mit. Die digitale Bahncard wird also der Standard. Wer kein Smartphone besitzt oder es nicht immer dabei hat, kann sich die Rabattkarte auch in einem PDF-Dokument ausdrucken.
Westbalkanregelung wird erweitert
Die sogenannte Westbalkanregelung soll Menschen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, dem Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien den Zugang auf den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Ab Juni sollen die Kontingente für Arbeitende aus diesen Ländern von 25.000 auf 50.000 erhöht werden.
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