Meinung

Vergessen im verschärften Migrationsdiskurs: Warum diese Geschichte uns zum Umdenken bringen sollte

Trotz seiner beispielhaften Integrationsleistung sehen sich viele muslimische Migranten zunehmend mit Vorurteilen und rassistischen Ressentiments konfrontiert. Ein Gastbeitrag.

Scharjil Ahmad Khalid
4 Min
Der Gastautor Scharjil Ahmad Khalid

Der Gastautor Scharjil Ahmad Khalid

© Benjamin Pritzkuleit

Am Mittwoch hat das Bundeskabinett die Begrenzung der Zuwanderung im Aufenthaltsgesetz verankert. Bereits im Koalitionsvertrag hatte die neue Regierung eine „Rückführungsoffensive“ angekündigt. Darin ist die Rede von strengeren Grenzkontrollen, einer Einschränkung des Familiennachzugs und einer generellen Begrenzung der Zuwanderung. Der Ton ist eindeutig: Migration soll reduziert, Kontrolle verschärft, Abschiebungen beschleunigt werden.

Doch dieser verschärfte Migrationskurs lässt einen entscheidenden Aspekt außen vor: die Realität derer, die nicht freiwillig, sondern aus tiefer Not ihre Heimat verlassen. Statt differenzierter Betrachtung dominiert in weiten Teilen der politischen und öffentlichen Debatte das Bild des „Sozialtouristen“ – eines Migranten, der nur komme, um vom deutschen System zu profitieren. Die tragischen Schicksalsschläge von Migranten werden ausgeblendet, erfolgreiche Integrationsgeschichten ignoriert.

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