Zum Start des neuen Stromberg-Films von Christoph Maria Herbst hat sich der Regierungssprecher Stefan Kornelius zu möglichen Ähnlichkeiten des Charakters zu Bundeskanzler Friedrich Merz geäußert. Kornelius gesteht zumindest optische Ähnlichkeiten zu –verweist aber auch auf deutliche Unterschiede.
Bernd Stromberg ist die Hauptfigur aus der gleichnamigen Bürosatire „Stromberg“. Die Serie lief zwischen 2004 und 2012 bei ProSieben, 2014 gab es bereits einen ersten Kinofilm.
Immer wieder Merz und Stromberg-Vergleiche in den sozialen Medien
Am Donnerstag startet die Fortsetzung „Stromberg – Wieder alles wie immer“ in den deutschen Kinos. Christoph Maria Herbst spielt darin noch einmal Bernd Stromberg – einen Bürochef mit Halbglatze, der mit seiner Art und seinen Äußerungen reihenweise unangenehme Situationen provoziert.
Durch Social Media und Comedy-Formate geistern seit langer Zeit Clips und Kommentare, die Stromberg und Bundeskanzler Merz vergleichen. Darunter ist auch ein Clip aus dem Podcast „Schlag& Fertig“ von Fabian Köster, bekannt aus der ZDF „heute show“ und Jonas Hector. In einer Folge des Podcasts zeigt Köster zwei Momente mit Friedrich Merz, die ihn an „Stromberg“ erinnern. Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte Mitte des Jahres sogar ein Quiz, bei dem Leser bestimmte Aussagen Merz oder Stromberg zuordnen sollten.
Auch Hauptdarsteller Herbst beobachtete die Vergleiche. Ihm seien etliche entsprechende Videos zugeschickt worden, sagt der Schauspieler der Deutschen Presse-Agentur. Oft habe er sehr lachen müssen.
„Manchmal wurde meine Stimme auf seinen Mund gelegt und die Lippen haben sich perfekt passend dazu bewegt“, sagt Herbst. „Da muss man auch sagen: KI ist nicht nur scheiße, das war schon lustig.“ Zugleich könne er die Vergleiche ein wenig nachvollziehen. „Klar, der Bart fehlt bei Merz. Aber zum Beispiel haben beide eine eher provinzielle Herkunft. Stromberg könnte 1:1 auch aus dem Sauerland sein. Das würde total zur Figur passen“, sagt Herbst. „Und vom Verhalten her, tja.“
Herbst: „Frisuren-Vergleich wird sich der Bundeskanzler vermutlich nicht entziehen können“
Er erinnere sich an eine Doku, in der Merz in einem Aufzug stehe und zu einer einsteigenden Kollegin (der Grünen-Politikerin Steffi Lemke) den Satz sage „Es macht den Aufzug etwas schwerer“. „So einen Satz hätte man für Stromberg nicht besser schreiben können“, meint Herbst.
„Damit wird man Merz natürlich nicht gerecht, so als Mensch“, sagt der Schauspieler. „Aber ich verstehe, warum die Menschen diese Assoziation haben. Als Merkel oder Scholz im Kanzleramt waren, gab es diese Vergleiche jedenfalls nicht.“
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Regierungssprecher Stefan Kornelius lässt eine gewisse Offenheit für die Debatte erkennen. „Dem Frisuren-Vergleich wird sich der Bundeskanzler vermutlich nicht entziehen können“, teilt er der dpa mit. Zugleich betont er: „Ansonsten aber unterscheiden sich Büroalltag und Umgangston im Kanzleramt deutlich von der Serie.“
„Stromberg war schon damals aus der Zeit gefallen. Er war damals schon eine Figur aus den 80ern“, sagt er über die Vergangenheit der Kultfigur. „Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn man so jemanden im Jahr 2025 erzählt.“
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