Im Fall der seit einem halben Jahr verschwundenen Inga aus Schönebeck gibt es den Ermittlern zufolge derzeit keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Tötung der beiden Jungen Elias und Mohamed. Zwar stehe die Polizei in engem Kontakt zu den Ermittlern in Potsdam und Berlin, sagte ein Sprecher am Freitag. Das sei aber von Anfang an der Fall gewesen und habe mit der Festnahme des mutmaßlichen Mörders der beiden Jungen aktuell nichts zu tun.
"Wir prüfen, ob der mutmaßliche Täter auch für das Verschwinden weiterer Kinder verantwortlich ist", sagte Polizeisprecher Stefan Redlich der Berliner Zeitung. Die Frage nach Ingas Schicksal stellt sich seit dem Abend des 2. Mai. Da verschwand das kleine blonde Mädchen mit der Zahnlücke aus der Diakonie-Einrichtung Wilhelmshof, wo ihre Familie gefeiert hatte. Der Ort des Verschwindes ist von Wald umgeben und liegt bei Stendal in Sachsen-Anhalt.
Die wohl größte Suchaktion des Landes begann: Tausende Beamte und Helfer durchkämmten tagelang die Umgebung, drehten auf mehreren tausend Hektar Fläche quasi jeden Stein um, ließen Teiche und Tümpel leerpumpen. Mehr als 25 Suchmaßnahmen gab es. Doch gefunden wurde das Mädchen nie. (blz)
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