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Verschollenes Tauchboot

„Katastrophale Implosion“: Küstenwache bestätigt Tod der „Titan“-Passagiere

Am Donnerstag waren Trümmerteile des verschollenen U-Boots „Titan“ aufgetaucht. Nun äußern sich Betreiberfirma und US-Küstenwache zum Schicksal der Insassen.

Team News Maria Windisch AFP/maw
3 Min
„Titan“-Tauchboot des Unternehmens Oceangate Expeditions

„Titan“-Tauchboot des Unternehmens Oceangate Expeditions

© OceanGate Expeditions/AP

Nach der fieberhaften Suche nach einem im Nordatlantik vermissten Mini-U-Boot mit fünf Menschen an Bord herrscht traurige Gewissheit: Nach dem Fund von Trümmerteilen nahe des Wracks der Titanic erklärte die US-Küstenwache am Donnerstagabend, das Tauchboot sei durch eine „katastrophale Implosion“ zerstört worden. Demnach kamen alle fünf Menschen an Bord der „Titan“ ums Leben.

Konteradmiral John Mauger von der US-Küstenwache sprach bei einer Pressekonferenz vom „katastrophalen Verlust“ des Mini-U-Boots. Die US-Küstenwache gehe fest vom Tod der fünf Insassen des Tauchboots „Titan“ aus. Er spreche den Familien der Opfer sein tiefes Beileid aus, so Mauger am Donnerstag in Boston. Es sei belegt, dass es keine Überlebenschance für die fünf Vermissten mehr gebe. Die US-Küstenwache will ihre Suche nun zurückfahren. „Wir werden im Laufe der nächsten 24 Stunden damit beginnen, Personal und Schiffe vom Unfallort abzuziehen“, führte Mauger aus. Die Operationen auf dem Meeresboden würden jedoch bis auf Weiteres fortgesetzt.

Noch ist unklar, wann das Tauchboot genau verunglückte. Die Behörde konnte bisher keine Angaben zum Zeitpunkt der Implosion machen. Es sei noch „zu früh“, um das mit Sicherheit sagen zu können. Sonarbojen hätten in den vergangenen 72 Stunden aber kein „katastrophales Ereignis“ wahrgenommen. Demnach ist es wahrscheinlich, dass „Titan“ in den ersten Stunden der Mission implodierte. 

Küstenwache entdeckte „Trümmerfeld“ im Ozean

Zuvor hatte bereits die Betreiberfirma des vermissten Mini-U-Boots, OceanGate Expeditions, bekanntgegeben, dass sie vom Tod aller Insassen ausgehe. In der Mitteilung hieß es: „Wir glauben nun, dass unser CEO Stockton Rush, Shahzada Dawood und sein Sohn Suleman Dawood, Hamish Harding und Paul-Henri Nargeolet auf traurige Weise ums Leben gekommen sind.“

Am Donnerstag war wenige Stunden zuvor bei der Suche nach dem in der Nähe des „Titanic“-Wracks vermissten Tauchboot nach Angaben der US-Küstenwache zunächst ein „Trümmerfeld“ gefunden worden. „Ein Trümmerfeld wurde innerhalb des Suchgebiets durch einen Tauchroboter nahe der Titanic entdeckt“, schrieb die Küstenwache auf Twitter. 

Unterwassergeräusche: Waren es die Trümmerteile?

Einsatzkräfte suchten mehrere Tage im Nordatlantik unter Hochdruck nach dem Mini-U-Boot „Titan“. Das vom Unternehmen OceanGate Expeditions betriebene Tauchboot war am Sonntag zu einer touristischen Tauchfahrt zum Wrack der 1912 gesunkenen Titanic aufgebrochen. Nach eindreiviertel Stunden brach der Kontakt zum Begleitschiff ab, von dem 6,5 Meter langen U-Boot mit fünf Menschen an Bord fehlte seitdem jede Spur.

Während der Suchmission hatten von Sonargeräten aufgezeichnete Unterwasser-Klopfgeräusche Hoffnungen gemacht, die fünf Menschen an Bord der „Titan“ noch retten zu können. Wie die New York Post berichtet, waren die Geräusche wahrscheinlich den Trümmern der Titanic zuzuordnen, nicht dem vermissten Tauchboot. Nach Angaben des Sonarexperten, Jeff Karson, wäre er„nicht schockiert“, wenn die Geräusche vom Wrack des Schiffs kommen würden. 


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Retter hatten noch letzte Hoffnung

Wenige Stunden vor der traurigen Gewissheit hatten sich Angehörige der Küstenwache noch hoffnungsvoll gezeigt. „Es ist immer noch eine aktive Such- und Rettungsmission“, hatte John Mauger, der Chef der Küstenwache im Nordosten der USA, zu Sky News gesagt.


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