Die Berliner Polizei hat am Montagmorgen Durchsuchungen in Wohn- und Geschäftsräumen in den Berliner Stadtteilen Neukölln und Moabit durchgeführt. Hintergrund sind Ermittlungen zu einem Verfahren wegen gewerbsmäßigen Betruges im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugversicherungen, teilte die Polizei mit.
Dem Polizeibeamten wird vorgeworfen, am 22. September 2023 gemeinsam mit seiner Mutter und am 10. April 2024 gemeinsam mit seinem Vater jeweils eine Fahrzeugversicherung für ein privat genutztes Fahrzeug beantragt zu haben. Tatsächlich soll er jedoch geplant zu haben, die Fahrzeuge gewerblich zu vermieten, um hierdurch die erhöhte Versicherungsprämie zu ersparen. Dabei soll der Beamte 15.711 Euro eingespart haben.
Darüber hinaus wird dem Beamten vorgeworfen, er habe der Polizei Berlin und seiner Versicherung am 28. Februar 2024 fälschlicherweise gemeldet, dass Lenkrad und Airbag aus seinem Fahrzeug gestohlen wurden, woraufhin ihm die Versicherung 1468 Euro auszahlte. Tatsächlich soll er das Lenkrad online zum Verkauf angeboten haben.
Im Zuge der Durchsuchungen wurden Datenträger, schriftliche Unterlagen, Bargeld im vierstelligen Bereich sowie Kryptowährungen sichergestellt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Disziplinarrechtliche Schritte gegen den Polizisten werden geprüft.
Quelle: Polizei Berlin
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