Verwaltung

Mitte will Handel mit Bürgeramts-Terminen stoppen

Wer zahlt, kann sich über einen privaten Internet-Service einen Termin in den überlasteten Bürgerämtern kaufen. Der Terminklau empört Bürger und Politiker. Mitte-Stadtrat Stephan von Dassel greift nun durch - und fordert andere Bezirke auf, mitzumachen.

BLZ
2 Min
Schlangestehen: So wie hier vor dem Bürgeramt in der Sonnenallee in Neukölln müssen sich viele Berliner beim Gang zu den Behörden in Geduld üben.

Schlangestehen: So wie hier vor dem Bürgeramt in der Sonnenallee in Neukölln müssen sich viele Berliner beim Gang zu den Behörden in Geduld üben.

© dpa/Gregor Fischer Lizenz

Der Berliner Bezirk Mitte greift zur Notbremse gegen den florierenden Handel mit Terminen in Bürgerämtern. Spätestens ab Mitte Januar werde niemand mehr bedient, der einen Termin über die Website buergeramt-termine.de gebucht habe, teilte Stadtrat Stephan von Dassel am Freitag mit. Er rief die übrigen Bezirke auf, mitzuziehen.

Berlinweit sind die Bürgerämter überlastet, was auch mit dem starken Zuzug zusammenhängt. In Mitte gebe es bis Mitte Januar keine freien Termine, sagte von Dassel. Es mache ihn wütend, dass der Senat den „Terminklau“ nicht durch technische Änderungen verhindere. Er forderte mehr Personal. (dpa)

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