Die Bundesregierung will die Umstände der verweigerten Einreise des Linken-Abgeordneten Sören Pellmann in die Ukraine aufklären. „Wir nehmen das sehr ernst und bemühen uns um Aufklärung“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin. Vertreter der Bundesregierung versuchten, die Gründe für die verweigerte Einreise zu erfahren – man führe die Gespräche „mit Nachdruck“, hieß es weiter.
Am Dienstag war Pellmann, Vorsitzender der Linken im Bundestag, nach Parteiangaben „im Rahmen seiner Abgeordnetentätigkeit“ zu einer Reise in die Ukraine aufgebrochen. Demnach sei er am Bahnhof im westukrainischen Lwiw an der Weiterfahrt gehindert worden. „Über zwei Stunden wurden er und zwei Mitarbeiter ohne Begründung aufgehalten. Danach wurde er zusammen mit einem Mitarbeiter durch ukrainische Beamte nach Polen abgeschoben“, teilte die Linkspartei mit. Begründet worden sei das Vorgehen der ukrainischen Behörden nicht.
Ukraine-Reise von Pellmann war bei allen involvierten Behörden angemeldet
Pellmann selbst nannte den Vorgang „vollkommen unverständlich“. Der Leipziger Abgeordnete erklärte, er sei daran gehindert worden, „meine Reise fortzusetzen, die das Ziel hatte, mit der ukrainischen Zivilbevölkerung in Kontakt zu kommen, sowie mit den Partnerorganisationen der Partnerstadt von Leipzig, Kiew“.
Der Linken-Politiker betonte in der Zeitung Welt, dass er seine Reise im Vorfeld beim Auswärtigen Amt, der ukrainischen Botschaft in Berlin sowie beim Bundeskriminalamt angezeigt habe. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte, dass die Reise angemeldet war.
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