Video zeigt lebensgefährliche Situation

BVG-Bus schneidet Radler den Weg ab

BVG entschuldigt sich: "Das geht natürlich überhaupt nicht".

Philippe Debionne_richtig
2 Min
Jetzt hat der Bus den Radweg komplett blockiert.

Jetzt hat der Bus den Radweg komplett blockiert.

© Jander/ Youtube

Das war passiert: Ende vergangener Woche ist ein Berliner mit dem Rad auf dem Nachhausweg und fährt die Straße der Pariser Kommune entlang. Neben ihm fährt ein Bus der BVG. Kurz nach der Kreuzung an der Straße An der Ostbahn kommt es dann zu einer lebensgefährlichen Situation.

Radler muss bremsen, um Unfall zu verhindern

Der Bus blinkt rechts, weil er an einer Haltestelle halten muss - und zieht dann rüber. Der Radler, der die Situation per Helmkamera gefilmt und im Internet veröffentlicht hat, muss daraufhin scharf abbremsen. Nun wird im Internet darüber gestritten, wer Schuld hat an der lebensgefährlichen Szene.  

So schreibt ein User: "Kämpfe bei sowas nicht für dein Recht, ich hätte selbst den dicken Bus viel früher passieren lassen.Was bringt Dir dein Recht, wenn du darunter liegst."

Der Bus kommt dem Radler bedrohlich nahe, ein zweiter Radler ist nicht mehr im Gefahrenbereich.

Der Bus kommt dem Radler bedrohlich nahe, ein zweiter Radler ist nicht mehr im Gefahrenbereich.

© Jander/ Youtube

Der Radfahrer selbst schreibt dazu, er habe "wie man unschwer erkennt nicht auf meinem Recht bestanden und den Bus machen lassen".  Andernfalls, so der Mann weiter, "wär ich Matsch und der Busfahrer müsste damit klar kommen". 

BVG entschuldigt sich 

Ein anderer User hingegen stellt sich auf die Seite des Busfahrers: "Man hätte ja den Bus, der sichtbar blinkte um in den Haltestellenbereich einzufahren, die Spur wechseln lassen. Für Fahrradfahrer aber offenbar undenkbar". 

Und was sagt die BVG zu dem Vorfall? Auf Anfrage der Berliner Zeitung hieß es am Montag: "Das geht natürlich überhaupt nicht." Der Radler habe sich bereits an die BVG gewendet. Man werde nun "das Gespräch mit dem betroffenen Busfahrer suchen" und dem Radfahrer direkt antworten. Bis dahin könne man sich "nur stellvertretend für die Situation entschuldigen".

Bei der Polizei hieß es am Montag auf Anfrage zudem, man könne nach Sichtung des Videos zunächst "kein Fehlverhalten des Radfahrers erkennen".  

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