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Heizungen

Vier Millionen Heizungen erreichen 2024 Austauschalter

Das aktuelle Gebäudeenergiegesetz sieht eine Austauschpflicht nach 30 Jahren vor. Zahlreiche alte Anlagen sind wegen Ausnahmeregeln jedoch zunächst ausgenommen.

Team News dpa/AFP
3 Min
Ein Installateur überprüft eine Heizung

Ein Installateur überprüft eine Heizung

© allOver-MEV/imago

Im kommenden Jahr erreichen rund vier Millionen Heizungsanlagen in deutschen Gebäuden das Alter der gesetzlichen Austauschpflicht von 30 Jahren. 1,9 Millionen Öl- und 2,1 Millionen Gasheizungen müssten dann theoretisch ausgetauscht werden, wie die Augsburger Allgemeine am Dienstag unter Verweis auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Unionsfraktion berichtete. Allerdings fallen viele davon unter Ausnahmeregeln.

So sieht das aktuelle Gebäudeenergiegesetz etwa vor, dass die 30-Jahre-Frist nicht für Menschen gilt, die bereits vor dem 1. Februar 2002 im selbst genutzten Wohnhaus lebten. Der Regierungsantwort zufolge ist dies bei rund der Hälfte (knapp 860.000) der Ölheizungen der Fall, die im kommenden Jahr 30 Jahre alt werden, wie die Zeitung weiter berichtete. Bei Gasheizungen sind es rund ein Drittel (gut 690.000). Für diese zunächst ausgenommenen Anlagen gilt laut aktueller Gesetzeslage, dass sie innerhalb von zwei Jahren ausgetauscht werden müssen, sollte das Gebäude den Eigentümer wechseln.

Über die künftigen Pflichten zum Austausch alter Heizungen wird seit Monaten heftig gestritten. Die vorgeschlagene Reform des Gebäudeenergiegesetzes sieht vor, dass neue Heizungen ab 2024 zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte vergangene Woche angesichts des Widerstands insbesondere des Koalitionspartners FDP ein späteres Inkrafttreten dieser Vorgabe für Bestandsgebäude ins Spiel gebracht.

Streit ums Heizungsgesetz: Grüne warnt FDP vor weiterer Blockade

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hatte die FDP davor gewarnt, das Gesetz über den Einbau klimafreundlicher Heizungen weiterhin zu blockieren. „Die FDP-Bundestagsfraktion sollte nun den Weg frei machen, damit wir endlich in ein ordentliches parlamentarisches Verfahren zum Gesetz einsteigen können“, sagte Dröge den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „In den Verhandlungen wird es darauf ankommen, dass alle Seiten pragmatisch und kompromissbereit sind“, fügte sie hinzu.

Dröge lobte die Bereitschaft von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zu Änderungen an dem kontrovers diskutierten Gesetz. „Für uns als Grüne Bundestagsfraktion wird insbesondere die soziale Unterstützung unterer und mittlerer Einkommen ein Schwerpunkt sein“, sagte die Fraktionschefin. Habeck hatte am Freitag angekündigt, er wolle an diesem Dienstag mit Vertreterinnen und Vertretern der Ampel-Fraktionen über den von ihm und Bauministerin Klara Geywitz (SPD) vorgelegten Entwurf für das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) sprechen und mögliche Änderungen beraten.

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