Vitesse Arnheim in der Kritik

Israeli darf nicht ins Trainingslager in Abu Dhabi

Einreise verweigert: Ein Spieler des niederländischen Fußball-Erstligistes Vitesse Arnheim darf nicht mit seinem Verein ins Trainingslager in die Vereinigten Arabischen Emiraten reisen. Warum? Der Grund ist absurd: Weil er ein Israeli ist.

BLZ
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Sieht modern aus: Abu Dhabi. Der israelische Fußballspieler Dan Mori darf mit seiner Mannschaft Vitesse Arnheim trotzdem nicht miteinreisen zum Trainingslager.

Sieht modern aus: Abu Dhabi. Der israelische Fußballspieler Dan Mori darf mit seiner Mannschaft Vitesse Arnheim trotzdem nicht miteinreisen zum Trainingslager.

© IMAGO Lizenz

Der niederländische Fußball-Erstligist Vitesse Arnheim steht wegen der Reise zu einem umstrittenen Trainingslager in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in der Kritik. Der Golfstaat hatte dem israelischen Nationalspieler Dan Mori die Einreise verweigert. Die VAE erkennt den Staat Israel nicht an und unterhält keine diplomatischen Beziehung.

Der Tabellenzweite reiste dennoch nach Abu Dhabi, wo der Klub unter anderem auch gegen die Bundesligisten VfL Wolfsburg (7. Januar) und den Hamburger SV (10. Januar) testet. „Vitesse ist ein Klub ohne Rückgrat, wenn er so etwas akzeptiert und einfach nach Abu Dhabi reist“, sagte der christlich-demokratische Abgeordnete Pieter Omzigt. Das niederländische Parlament will sich in den nächsten Tagen mit dem Fall beschäftigen.

Eine Klubsprecherin erklärte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Radio 1, dass es eigentlich eine Einreisezusage für Mori gegeben habe. Diese sei jedoch kurzfristig zurückgezogen worden. Nach Angaben des Vereins habe Mori sich selbst dafür ausgesprochen, dass sein Klub trotzdem reise. Mori selbst wird beim Vitesse-Nachwuchsteam in den Niederlanden trainieren.

Im vergangenen Oktober hatte der Schwimm-Weltverband FINA die Vereinigten Arabischen Emirate nach diskriminierenden Vorfällen gegen israelische Sportler verwarnt. Unter anderem sollen bei einem Weltcup Ergebnisse der Rennen mit israelischer Beteiligung nicht auf der Videowand veröffentlicht worden sein, um die Namen und die Flagge nicht zeigen zu müssen. Auch eine Siegerehrung sei ausgefallen. (sid)

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