Ob politischer Verfechter oder spontaner Badegast: Am Donnerstag werden am Schinkelplatz in Berlin-Mitte die Badetücher ausgepackt. Die Initiative Fluss Bad Berlin hat erneut zur Mit-Schwimm-Demo aufgerufen. Es ist der vierte von fünf Terminen, die seit Mai dieses Jahres auf die Abgeordnetenhauswahl am 20. September hinführen.
Der 2012 gegründete Verein möchte den Spreekanal „wieder sauber, attraktiv und spürbar“ machen, wie es auf seiner Website heißt. Die gemeinschaftliche Nutzung des Flussabschnittes solle unter anderem die Umgebung lebenswerter machen und einen neuen öffentlichen Raum auf Basis natürlicher, schon vorhandener Ressourcen erwirken.
In der innerstädtischen Spree gilt seit 101 Jahren ein grundlegendes Badeverbot. Dagegen möchte der Verein immer wieder ein Zeichen setzen und das Anliegen nun auch zum Wahlkampfthema machen.
Es wird nicht nur gebadet, auch demonstriert: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im letzten Jahr haben eine klare Meinung zum Flussbad.
© Emmanuele Contini/Imago
Elbwasser für die Spree – Rettung oder Irrweg?
Zwei Aspekte diesmal besonders
Unter dem Motto „Fluss Baden: Das Volksbad für ganz Berlin!“ beteiligt sich auch die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz an der Aktion. Das kostenlose Volksbad bleibt am Donnerstag daher geschlossen. Die Spree solle als „kostenfreies und immer zugängliches Volksbad“ betrachtet werden, teilt der Verein mit.
Zusätzlich fällt die Aktion auf, da sie die letzte der Veranstaltungsreihe vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September ist. Den Redebeiträgen könnte daher eine höhere Aufmerksamkeit zukommen.
Außer der Reihe angekündigt sind zum Beispiel Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal sowie die Spitzenkandidatinnen zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses Elif Eralp (Die Linke) und Anna Auerbach (Volt). Weiterhin wird die Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger erwartet.
Besucher der Demonstration vor dem Humboldt-Forum im August 2025
© Emmanuele Contini/Imago
Ab 16.30 Uhr ist die Garderobe geöffnet, um 17 Uhr beginnt die Kundgebung. Geschwommen werden kann anschließend von 17.30 Uhr bis 19 Uhr. Um freiwillige Anmeldung wird gebeten. Der letzte Termin der Reihe wird in rund vier Wochen der Wahlsonntag selbst sein.
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