Dass der Volksbühnen-Pool am Freitag sechs Stunden lang nur für Schwarze Communitys geöffnet ist, hatte für erwartbare Empörung, etwa bei der AfD, gesorgt. Die Pressestelle hatte auf Anfragen der Berliner Zeitung nicht reagiert, doch nun hat sich der Intendant des Theaters, Matthias Lilienthal, im Spiegel geäußert. Auf die Frage, ob dies nicht diskriminierend sei, antwortete er: „Nein. Die Volksbühne setzt sich grundsätzlich und insbesondere mit diesem Programm für die Förderung strukturell benachteiligter Gruppen ein.“
Die Volksbühne habe verschiedene Organisationen und soziale Träger angesprochen, um zusammen mit dem Theater gruppenspezifische Veranstaltungen zu konzipieren, darunter den Verein Each One Teach One, der vor allem mit Kindern und Jugendlichen arbeite, so Lilienthal weiter. Die Volksbühne versuche damit, dem Berliner Antidiskriminierungsgesetz zu folgen, das vorsehe, Gruppen, die diskriminierende Erfahrungen machen, einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich diskriminierungsfrei bewegen können.
Theater
Volksbühnen-Pool nur für Schwarze Menschen: „Nein, das ist nicht diskriminierend“
Der Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal verteidigt den exklusiv für Schwarze Communitys geöffneten Pool-Tag. Es gehe um „positive Maßnahmen“, nicht um Diskriminierung.
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Der Intendant der Volksbühne, Matthias Lilienthal, bei der Eröffnung des sogenannten Volksbads vor seinem Theater.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung