Solche Zufälle gibt es nicht oft, dass man über das Leben eines nahen Familienangehörigen so wenig weiß. Aber wenn sich die Seiten der Geschichte entblättern, dann reicht der Stoff für ein Buch und sogar ein Theaterstück, wie es diesen Sommer in Döbeln/Sachsen uraufgeführt wurde.
So erging es Hella Rottenberg aus Amsterdam. Die 71-Jährige stieß 2014 durch den besagten Zufall auf eine Anzeige in einer jüdischen Wochenzeitung in Holland. „Darin wurden Nachfahren gesucht, die Ansprüche auf jüdischen Besitz in der DDR hatten“, erinnert sie sich im Gespräch mit dieser Zeitung. „Der Fonds war nur noch einen Monat offen, dann wären alle Ansprüche erloschen“, ergänzt sie.
Alltagsheldin
Vom jüdischen Zigarrenfabrikanten zum Theaterstück: Die Geschichte ihres Großvaters in Döbeln
Die Holländerin Hella Rottenberg hat das Leben ihres Großvaters recherchiert und gestaunt, wie er den Nazis die Stirn bot. Aus ihrem Buch darüber wurde nun auch ein Theaterstück in Sachsen.
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Hella Rottenberg recherchierte die Lebensgeschichte ihres Großvaters in Deutschland und schrieb darüber ein Buch.
© Claudia Lord/Ostdeutsche Allgemeine