Für die einen ein Traum, für die andern ein Albtraum: Mit dem Begriff Europa sind Hoffnungen und Ängste verbunden. Hoffnung auf Wohlstand vor allem im Osten, Angst vor Armut vor allem im Süden der Europäischen Union.
Am 25. Mai ist Europa-Wahl. Zwei Wochen lang sind wir deshalb vom Osten in den Süden Europas gereist, von Estland nach Portugal, im Zug. Und hatten ein paar Fragen im Gepäck: Kann der europäische Traum von einer leisen Supermacht, wie ihn der amerikanische Soziologe Jeremy Rifkin schon vor zehn Jahren hatte, Wirklichkeit werden? Oder entmündigt das sanfte Monster Brüssel ganz Europa, wie der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger befürchtet? Wer liebt Europa? Und wer hasst es? Und gibt es eine europäische Identität?
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