Noch vor wenigen Wochen lag die Linke in Berlin in Umfragen vorn. Im jüngsten BerlinTrend von Infratest dimap ist sie mit 19 Prozent zwar wieder hinter die CDU mit 21 Prozent gefallen. Zwei Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September bleibt trotzdem ein Szenario relevant, das für Berlins Immobilienmarkt weitreichende Folgen haben könnte: Was wird aus der Forderung nach Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne, wenn die Linke nach der Wahl tatsächlich die Regierung anführt?
Besonders im Fokus steht Vonovia. Der Konzern besitzt in Berlin rund 138.000 Wohnungen mit einem Verkehrswert von etwa 23,5 Milliarden Euro. Die Linke fordert ausdrücklich die Vergesellschaftung profitorientierter Immobilienunternehmen wie Vonovia. Doch ließe sich ein solcher Plan tatsächlich umsetzen – und was würde er Berlin kosten?
Immobilien
Falls die Linke die Berlin-Wahl gewinnt: Kann sie Vonovia wirklich enteignen?
Vonovia führt die Vergesellschaftung bereits als Risiko. Experten zeigen, was eine Enteignung Berlin kosten und am Wohnungsmarkt ändern könnte.
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Im September 2021 hatten bei einem Volksentscheid gut 59 Prozent der Wähler in Berlin für die Enteignung von Immobilienunternehmen gestimmt.
© Carsten Thesing/Imago