Dresden, Georg-Treu-Platz am Albertinum: Überlebensgroß, streng reduziert im Gestischen, vergräbt sich in der dort stehenden Bronzegestalt aller Schmerz, zieht sich alle Trauer nach innen. Die Hände der Figur sind vor das elbwärts gewandte Gesicht geschlagen, die Knie hochgezogen, die Unterschenkel wirken steil wie eine Mauer und die Füße sind krampfhaft ins verbleibende Stückchen Erdreich gekrallt. Er ist nackt, ausgesetzt. Das Schützen des Kopfes, Geste der Angst und Abwehr, scheint sinnlos angesichts dessen, was damals, am 13. Februar 1945, in Dresden geschah.
Gratulation
Vor 80 Jahren erlebte Wieland Förster das Dresdner Inferno: Es prägte seine Kunst
Nur einen Tag nach seinem 15. Geburtstag erlebte der Künstler das Phosphor-Bombardement 1945 in Dresden. Seine Bronzegestalten sind voller Verletzungen. Heute wird der Bildhauer des Ostens 95 Jahre.
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Der Bildhauer Wieland Förster vor Jahren im Georg-Kolbe-Museum vor seiner Porträtbüste des Schauspielers Bernhard Minetti
© Daniel Karmann/dpa