Ukrainekrieg

Vor Putins Siegesparade: Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf Moskau

Wenige Tage vor Beginn der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland fliegt die Ukraine einen Drohnenangriff auf Moskau.

Raphael Schmeller Team News rsch
2 Min
Ein ukrainischer Soldat der 22. mechanisierten Brigade bereitet den Start einer Mittelstrecken-Drohne Poseidon H10 vor.

Ein ukrainischer Soldat der 22. mechanisierten Brigade bereitet den Start einer Mittelstrecken-Drohne Poseidon H10 vor.

© Efrem Lukatsky/AP/dpa

Wenige Tage vor Beginn der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg hat die russische Armee nach Behördenangaben einen Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt. Vier unbemannte Flugobjekte auf dem Weg in die Hauptstadt seien in der Stadt Podolsk von der russischen Luftabwehr zerstört worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit. „Nach ersten Erkenntnissen gab es an der Absturzstelle weder Schäden noch Verletzte“, schrieb er.

Aus Sicherheitsgründen sei der Flugverkehr auf dem nahe gelegenen Moskauer Flughafen Domodedowo in der Nacht zum Montag eingeschränkt worden, meldete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde Rosawiazija. Der Flughafen habe vorübergehend keine Flüge empfangen oder freigegeben. Am frühen Morgen um 4 Uhr (Ortszeit) seien die Einschränkungen wieder aufgehoben worden.

Zum russischen Gedenken an den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg soll am 9. Mai in Moskau eine große Parade mit ausländischen Gästen stattfinden, und Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Krieg gegen die Ukraine eine dreitägige Waffenruhe vom 8. bis 10. Mai ausgerufen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt eine Waffenruhe zugunsten der Militärparade als zynisch ab. Putins wiederholte Bereitschaft zu Friedensgesprächen bezeichnet er als Propaganda.

Am Samstag hatte Selenskyj noch zu Russland-Reisen zum 9. Mai abgeraten. „Wir können keine Verantwortung für das übernehmen, was auf dem Gebiet der Russischen Föderation geschieht“, sagte Selenskyj laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Interfax.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema