Der baden-württembergische Waffenhersteller Heckler & Koch hat im ersten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern stieg nach Unternehmensangaben auf 20,1 Millionen Euro, damit hat er sich nach 5,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht. Der Umsatz legte um 57,1 Prozent auf 128,1 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen aus Oberndorf am Donnerstag mitteilte.
Das operative Ergebnis erhöhte sich den Angaben zufolge auf 31,7 Millionen Euro, ein Plus von 115,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Auch der Auftragseingang stieg um 28,3 Prozent auf 128 Millionen Euro. Sicherheitsbehörden und Streitkräfte in Deutschland, Europa und im transatlantischen Bündnis setzten weiterhin auf Systeme von Heckler & Koch, hieß es in der Mitteilung.
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Hohe Nachfrage und gezielte Investitionen
Vorstandsvorsitzender Jens Bodo Koch erklärte, das Unternehmen sei „operativ und industriell hervorragend aufgestellt“. Die hohe Nachfrage bestätige den Kurs und die Investitionen in Kapazitäten, Technologie und Infrastruktur. Finanzvorstand Andreas Schnautz verwies auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Mit gezielten Investitionen schaffe man die Grundlage, um das Wachstum langfristig fortzusetzen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen.
Nach eigenen Angaben beliefert Heckler & Koch grundsätzlich nur Staaten, die der Europäischen Union oder der Nato angehören oder Nato-gleichgestellt sind. Diese Selbstbeschränkung gelte auch für die Tochtergesellschaften.
Langfristige Aufträge der Bundeswehr
Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, dürfte das Unternehmen auch in den kommenden Jahren von langfristigen Lieferverträgen mit Nato-Armeen profitieren. So erhält die Bundeswehr schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre, die das G36 ablösen sollen. Ein Rahmenvertrag ermöglicht Bestellungen über weitere 170.000 Gewehre. Die weitere Infanterieausrüstung bestellte die Bundeswehr zuletzt hingegen bei Rheinmetall.
Heckler & Koch produziert Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer. Zum Jahreswechsel beschäftigte das Unternehmen 1340 Mitarbeiter. Der größte Teil arbeitet am Stammsitz in Oberndorf im Nordschwarzwald, weitere Standorte befinden sich in den USA und Großbritannien. Zu den Wettbewerbern zählen Beretta aus Italien, der US-Hersteller Colt aus der tschechischen CZ-Gruppe sowie Haenel aus Thüringen.
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