Politik

BSW-Chefin Sahra Wagenknecht fordert „Westbeauftragten“

Ostdeutschland braucht laut der BSW-Chefin keine Sonderbetreuung mehr. Stattdessen müsse dem Westen geholfen werden, so Wagenknecht.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht möchte mehr Hilfe für den Westen.

Die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht möchte mehr Hilfe für den Westen.

© Fabian Sommer/dpa

Sahra Wagenknecht ist der Meinung, es bestehe kein Bedarf mehr an einem Ostbeauftragten. Sie fordert viel mehr die Abschaffung des Amts. Der Osten brauche keine Sonderbetreuung, so Wagenknecht. Vielmehr soll nun der Westen unterstützt werden. „Was soll dieses Amt noch nach 35 Jahren?“, fragt die Vorsitzende des BSW.

„Wenn es nach den Zuständen geht, die es teilweise in Westdeutschland in den Innenstädten und auf dem Land gibt, bräuchten wir inzwischen auch einen Westbeauftragten“, sagte Wagenknecht, die zu DDR-Zeiten in Thüringen geboren wurde und nun im Saarland lebt. Nötig sei eine Politik gegen Deindustrialisierung und Wirtschaftskrise und für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland, sagte sie.

Ähnlich hatte sich zuletzt der Unionsfraktionsvize Sepp Müller geäußert. Auch der CDU-Politiker warb dafür, das Amt des Ostbeauftragten abzuschaffen und durch einen Beauftragten für strukturschwache Regionen im ganzen Land zu ersetzen. Seit Mai 2025 ist die SPD-Abgeordnete Elisabeth Kaiser, die aus Gera stammt, Ostbeauftragte der Bundesregierung.

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