Chalkidiki

Waldbrand bedroht Ferienorte an der Ägäis: Urlauber und Bewohner bringen sich in Sicherheit

Ein rasch vorrückendes Feuer hat die griechischen Ferienorte Siviri und Fourka auf Chalkidiki bedroht. Hunderte Menschen wurden auch auf dem Seeweg evakuiert.

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Siviri auf Chalkidiki ist einer der Ferienorte, aus denen wegen des Waldbrands Menschen in Sicherheit gebracht wurden.

Siviri auf Chalkidiki ist einer der Ferienorte, aus denen wegen des Waldbrands Menschen in Sicherheit gebracht wurden.

© Dreamstime/imago

Auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki hat ein Waldbrand mitten in der Hauptreisezeit die Ferienorte Siviri und Fourka bedroht und Hunderte Urlauber und Einwohner zur Flucht gezwungen. Nach Angaben der griechischen Küstenwache wurden allein aus Siviri mehr als 300 Menschen mit Booten in Sicherheit gebracht, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag berichtete.

Der öffentlich-rechtliche Sender ERT News meldete, im Hafenort seien mehr als 15 Boote freiwilliger Helfer zur Evakuierung im Einsatz gewesen, unterstützt von der Küstenwache und Feuerlöschbooten.

Flucht mit Atemmasken und Haustieren

Reuters beschrieb Szenen, in denen Menschen mit Atemschutzmasken, teils mit ihren Haustieren im Arm, an der Küste in Schlauchboote und andere Wasserfahrzeuge stiegen, während dichte Rauchsäulen den Himmel verdunkelten. Im Landesinneren erfassten die Flammen nach diesen Angaben etliche Ferienwohnungen.

Auf den aus den Orten herausführenden Straßen kam es laut ERT News zu chaotischen Szenen, als Anwohner und Gäste auf Anweisung der Behörden die Flucht ergriffen.

Der griechische Zivilschutz rief die Menschen in Siviri und Fourka auf, sich in die Nachbarorte Mola Kalyva, Kassandreia und Nea Skioni in Sicherheit zu bringen. Im Hafen von Fourka lief eine Evakuierung über See an.

Das Feuer war nach Angaben von ERT News gegen 14 Uhr Ortszeit in Siviri ausgebrochen und breitete sich durch starken Wind rasch aus. Die Region ist laut dem Sender derzeit in der zweithöchsten Warnstufe für Waldbrandgefahr eingestuft.

Großeinsatz an Land und in der Luft

Im Löscheinsatz waren nach Angaben der griechischen Feuerwehr mehr als 140 Einsatzkräfte, unterstützt aus der Luft. Zwei Feuerwehrleute seien verletzt worden, die Hauptstraße zwischen Siviri und Kassandreia wurde gesperrt. „Unser Bemühen konzentriert sich auf das Löschen des Feuers und den sicheren Transport der Menschen“, sagte der Sprecher der Feuerwehr, Giannis Artopios, dem Nachrichtenportal Protothema.

Reuters verwies darauf, dass mehrere Hitzewellen in diesem Sommer in weiten Teilen Europas die Trockenheit verschärft und Waldbränden in Ländern wie Spanien, Frankreich und Griechenland Vorschub geleistet hätten.

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