"Keine Wertschätzung der Mitarbeiter"
Der von den Arbeitgebern angebotene Lohn von 10,12 Euro pro Stunde gehe gar nicht, sagte Ritter. „Das hat nichts mit Wertschätzung der Mitarbeiter zu tun.“ Verdi wolle eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels erreichen. Danach müsse als Eingangslohn für einfache Lagerarbeiten 11,99 Euro pro Stunde gezahlt werden.
Inzwischen vierte Aktion
Mit dem Warnstreik soll laut Gewerkschaft Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen für rund 1250 Beschäftigte gemacht werden. Es ist die inzwischen vierte Aktion. Die Gewerkschaft kündigte am Mittwochabend an, diese am Donnerstag fortzusetzen. Die Beschäftigten würden sich um 11.00 Uhr am Berliner Ostbahnhof treffen, um mit einem Demonstrationszug zum Zalando-Campus in der Tamara-Danz-Straße zu ziehen, teilte Verdi mit. Im September waren die Gespräche abgebrochen worden.
Zalando zu Gesprächen dabei
„Wir sind zu Gesprächen bereit und offen“, sagte Zalando-Sprecherin Nadine Przybilski. Wenn Verdi die Bereitschaft zeige, sitze Zalando sofort wieder am Verhandlungstisch. Lösungen würden dort entwickelt und nicht bei einem Streik, so die Sprecherin. Brieselang sei ein Logistikstandort, die Forderungen von Verdi setzten dessen Zukunft aufs Spiel. „Wir brauchen eine auf Brieselang zugeschnittene Lösung“, betonte sie.
(dpa)
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