In Berlin wurden in letzter Zeit vermehrt Betrugsfälle gemeldet, bei denen sich falsche Polizeibeamte das Vertrauen von Seniorinnen und Senioren erschleichen, um an deren Ersparnisse und Wertgegenstände zu gelangen. Jüngst seien in den Bezirken Neukölln und Steglitz-Zehlendorf Senioren mit der Masche betrogen worden, teilt die Polizei mit.
Ein 96-jähriger Bewohner aus der Zaandamer Straße in Britz erhielt demnach am Montagnachmittag einen Anruf. Eine angebliche Präventionsbeauftragte der Polizei wies ihn an, seine Wertgegenstände in einen Briefumschlag zu legen, der später von einem Zivilpolizisten abgeholt werden würde. Anschließend kontaktierte ihn eine Frau, die sich als Sparkassenangestellte ausgab. Sie verlangte die Übergabe seiner Bankkarte samt PIN. Der Senior übergab seine Wertsachen einer fremden Person, die angab, im Auftrag der Polizei zu handeln.
Ein ähnlicher Trickdiebstahl ereignete sich Montag in der Limastraße in Schlachtensee. Eine 89-jährige Frau wurde von einer falschen Sparkassenmitarbeiterin angerufen, die behauptete, jemand wolle unrechtmäßig auf das Bankschließfach ihres verstorbenen Mannes zugreifen. Kurz darauf erschien ein falscher Polizeibeamter bei der Seniorin und gelangte unter dem Vorwand einer Überprüfung an ihre Wertsachen.
Die Polizei Berlin weist darauf hin, dass sich die Täter telefonisch mit unterdrückten oder manipulierten Nummern melden, um Angst vor Einbrüchen zu schüren. Diese Gespräche führen oft dazu, dass die Angerufenen persönliche Informationen preisgeben und schließlich Geld und Wertgegenstände an die Betrüger übergeben. Es wird dringend davor gewarnt, Geld an Unbekannte zu übergeben.
Quelle: Polizei Berlin
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de