Mordopfer

32 Jahre nach dem grausamen Mord: Warum Berlin erst jetzt an Beate Fischer erinnert

1994 ermordeten vier Neonazis die zweifache Mutter. Dass sie heute offiziell als Opfer rechter Gewalt gilt, dauerte Jahrzehnte. Nun wird eine Gedenktafel enthüllt.

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Beate Fischer wurde von vier Neonazis ermordet.

Beate Fischer wurde von vier Neonazis ermordet.

© Moritz Stumm

Es war ein Martyrium, das Beate Fischer über Stunden bis zu ihrem Tod über sich ergehen lassen musste. Erst wurde die Frau mit dem kurzen Haarschnitt immer wieder vergewaltigt und schwer misshandelt. Selbst als sie Geld anbot und bat, gehen zu dürfen, ließen die Täter sie nicht laufen. Sie schlossen sie in ihrer Wohnung in der Emmentaler Straße in Reinickendorf ein. Auch das Flehen der Frau, sie habe zwei kleine Kinder, half ihr nicht.

Ihre Mörder waren schon zu weit gegangen, um ihrer Meinung nach ungeschoren davonzukommen. Einer nach dem anderen vergewaltigte sie. Dann rasierten sie Beate Fischer mit einer Haarschneidemaschine eine Glatze, fesselten und misshandelten sie – unter anderem mit heißem Metall.

Anschließend beschlossen die vier 18 bis 22 Jahre alten Neonazis Dirk G., Oliver P., Mirko D. und Matthias F., ihr Opfer zu töten. Sie waren sich sicher, dass Beate Fischer zur Polizei gehen würde, um sie anzuzeigen. Mit einem Kakaogetränk, in dem Schlaftabletten aufgelöst und Spülmittel gekippt worden war, versuchten sie, die Frau zu vergiften. Doch die 32-Jährige überlebte das Gesöff.

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