Der Zoologische Garten und der Tierpark Berlin erhalten schon immer Geld von der Stadt. Allerdings verfügt der Zoo mit derzeit rund 2,5 Millionen Euro Zuwendungen über weit weniger Zuschüsse als der Tierpark. Der bekommt in diesem Jahr 7,4 Millionen Euro an Subventionen.Die Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Zoologischer Garten Berlin AG. Beide haben Elefanten und Giraffen, beide verfügen über einen Streichelzoo und Raubtiere. Seit der Wende suchen beide ein unterschiedliches Profil. Menschenaffen gibt es nur im Zoo, dafür besitzt der Tierpark Seekühe, wer afrikanische Elefanten sehen will, muss nach Friedrichsfelde, Fledermäuse gibt es dafür nur im Zoo.Dass der Tierpark mehr Geld bekommt, hat seinen Grund, sagt Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz. "Der Zoo hat doppelt so viele Besucher, benötigt also weit weniger Zuschüsse", sagt Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz. Sein Kollege Jürgen Lange ergänzt, dass der Tierpark nach dem Mauerfall von Null anfangen musste.Der Zoologische Garten ist zudem mit seinem Gelände in der City West zentraler gelegen und bei Touristen sehr beliebt. Der Tierpark Berlin hingegen liegt weit draußen, mit der U-Bahn sind es vom Alex 20 Minuten. "Daran lässt sich nichts ändern", sagt Blaszkiewitz. "Die Zahl der Besucher ist deshalb auch nicht so hoch. " Weiterer Standort-Vorteil des Zoologischen Gartens: Er verfügt über mehr Gebäude, die bei Regen Schutz bieten. Schlechtes Wetter sorgt hingegen in Friedrichsfelde für eine Besucherflaute. Sobald es regnet, bleiben die Gäste weg. Der Zoo kann zudem auf wesentlich mehr Spenden von Berlinern zurückgreifen, verfügt über zahlungskräftige Aktionäre. (gäd. )
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