Migration

Ira Peter: „Es gibt so viele Parallelen zwischen Russlanddeutschen und Ostdeutschen“

Die Autorin Ira Peter, selbst Russlanddeutsche, erklärt, wie ihre Gruppe zu Vorzeigemigranten wurde, warum die AfD-Nähe ein Mythos ist und wieso sie sich Ostdeutschen verbunden fühlt.

11 Min
Ira Peter kam in Kasachstan zur Welt und als Kind mit ihren deutschstämmigen Eltern nach Deutschland.

Ira Peter kam in Kasachstan zur Welt und als Kind mit ihren deutschstämmigen Eltern nach Deutschland.

© Arthur Bauer

Sie werden Russlanddeutsche genannt, dabei haben die meisten von ihnen nie im heutigen Russland gelebt, auch ihre Vorfahren nicht. Sondern in der Ukraine, Kasachstan oder anderen Republiken der Sowjetunion, als deutschsprachige Minderheit. Seit Ende der 1980er-Jahre kamen 2,3 Millionen von ihnen als Aussiedler nach Deutschland.

Mit ihren Kindern, die erst hier geboren wurden, leben schätzungsweise 4,5 Millionen Menschen mit diesem Migrationshintergrund in Deutschland. Das schreibt Ira Peter in ihrem Buch „Deutsch genug?“, das sich mit dem Weg ihrer eigenen Familie und dem Leben der Russlanddeutschen befasst. Die gelten heute als Vorzeigemigranten – doch der Blick auf sie war nicht immer so positiv, erinnert sich Peter.

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