Wayne Rooney hat am Wochenende eine der schwierigsten Volten des Fußballs vorgeführt: die berüchtigte 180-Grad-Drehung. Nach verkündeter Absicht, seinen Klub Manchester United auf jeden Fall zu verlassen, unterschrieb der 24 Jahre alte Nationalspieler mir nichts dir nichts einen Fünfjahresvertrag. Und zwar nicht des Geldes sondern der Aussichten wegen. United versprach Rooney, künftig mit Edin Dzeko stürmen zu dürfen. Das jedenfalls behauptet der Daily Star, was zwar fragwürdig ist, denn der Daily Star flunkert gern, aber: Allein die Erwähnung des Wolfsburger Stürmers liefert ein Motiv für die beim 1:2 gegen Nürnberg fortgesetzte Torflaute. Dzeko, seit vier Partien ohne Treffer, will seit geraumer Weile weg, darf aber nicht, weil Manager Dieter Hoeneß annimmt, dass Wolfsburg - ähnlich unbewohnbar wie Manchester - deshalb auch einen Vergleich mit United nicht scheuen braucht.Deshalb hat der VfL jetzt den Schaden. Ohne Dzekos Tore sind es viel zu wenige Treffer, um die Fehler der Hintermannschaft zu kompensieren. Beim VfL treffen von einem Thomas Kahlenberg-Tor mal abgesehennämlich nur noch Diego (drei Tore) und Grafite (sechs). Sollte Dieter Hoeneß in diesen Umständen und Fakten einen ursächlichen Zusammenhang erkennen, dann wäre eine Streichung der 40-Millionen-Ablöse-Klausel im Vertrag vielleicht eine Überlegung wert. Schließlich zeigt Dzeko erste Anzeichen von Überforderung. In Nürnberg sprang der eine Gedanke über den anderen und ergab: "Wir müssen raus aus der Kein-Punkte-Krise!" (mhe.)------------------------------Foto: Im Tief: Wolfsburgs Edin Dzeko (r.) Getty Images/Beier
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