Großbritannien

Wegen Inhalt und Titel: „Fat Bottomed Girls“ von Queen-Album für Kinder gestrichen

Die britische Audio-Plattform Yoto bringt ein Greatest Hits Album für Kinder der Band Queen ohne „Fat Bottomed Girls“ heraus. Britische Boulevardmedien laufen Sturm.

dpa/BLZ
2 Min
Freddie Mercury (links) und Brian May von der legendären Band Queen bei einem Auftritt 1984

Freddie Mercury (links) und Brian May von der legendären Band Queen bei einem Auftritt 1984

© Reporters/Quinet/imago

In der Neuauflage eines Greatest-Hits-Album der Band Queen für Kinder fehlt laut britischen Medien das Lied „Fat Bottomed Girls.“ Den Berichten zufolge liegt das am Titel und am Inhalt des Songs, in dem es um kräftigere Frauen und Sex mit ihnen geht. Die Mail on Sunday zitierte eine Quelle hatte zuvor eine Quelle aus der Musikindustrie mit den Worten „Niemand kann verstehen, warum ein so gutmütiger, lustiger Song in der heutigen Gesellschaft nicht akzeptabel sein soll“ zitiert. 

Das von Gitarrist Brian May geschriebene Lied war auf dem „Greatest Hits“-Album der Band von 1981 zu hören. Die nun veröffentlichte Neuauflage erschien auf der Audio-Plattform Yoto, die sich explizit an jüngere Kinder richtet.

Weitere Queen-Songs mit Warnhinweisen auf dem Album

Weitere Queen-Songs wie „Bohemian Rhapsody“ und „We Will Rock You“ erschienen mit Warnhinweisen. „Bitte beachtet, dass die Texte in einigen dieser Lieder Themen von Erwachsenen enthalten, einschließlich gelegentlicher Anspielungen auf Gewalt und Drogen“, heißt es laut Telegraph auf der Seite. „Es handelt sich um die originalen und unbearbeiteten Aufnahmen.“ Obwohl keine Schimpfwörter verwendet würden, sollten Eltern dabei sein, wenn die Songs in Anwesenheit jüngerer Kinder abgespielt werden.

Gitarrist May hatte vor einigen Jahren der Musikzeitschrift Mojo gesagt, „Fat Bottomed Girls“ (Deutsch etwa: Mädchen mit dicken Hintern) sei ein „pansexueller Song“ und von Sänger Freddie Mercury inspiriert. „Ich habe ihn mit dem Gedanken an Fred geschrieben, wie man das so macht, wenn man einen großartigen Sänger hat, der Mädchen mit dicken Hintern mag ... oder Jungs“, sagte May.

Zuletzt war auch in der Literatur eine Debatte ausgebrochen, ob in historischen Büchern - etwa von Kinderbuchautor Roald Dahl - Begriffe, die heute als anstößig empfunden werden, angepasst werden sollten.

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