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Deutsche Grenzen

Wegen Migration: Bundesregierung verlängert Kontrollen an allen deutschen Grenzen

An den Grenzen der Bundesrepublik soll es auch weiter Kontrollen geben. Kanzler Scholz verlängerte die Maßnahme um ein halbes Jahr.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Ein Polizist hält Fahrzeuge an der Grenze zu Deutschland an.

Ein Polizist hält Fahrzeuge an der Grenze zu Deutschland an.

© Harald Tittel/dpa

Deutschland setzt die Kontrollen an all seinen Außengrenzen fort. Die Bundesregierung verlängerte die im März auslaufende Sonderregelung um sechs Monate bis zum 15. September. „Mit den Grenzkontrollen drängen wir die irreguläre Migration wirksam zurück“, erläuterte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Innenministerin Nancy Faeser (SPD) ergänzte: „Wir stoppen Schleuser, die Menschen brutal zur Ware machen und über Grenzen schmuggeln. Und wir legen Kriminellen und Extremisten das Handwerk.“

Grenzkontrollen sind im europäischen Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen. Im vergangenen September hatte Deutschland die bereits laufenden Kontrollen im Osten und Süden der Republik jedoch auf die Grenzen zu Dänemark, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg ausgeweitet. Die stationären Kontrollen wurde damals mit illegaler Zuwanderung sowie dem Schutz vor islamistischen Terroristen und grenzüberschreitender Kriminalität begründet.

Innenministerium erklärt zu Grenzkontrollen: 47.000 Zurückweisungen

In den vergangenen Monaten wurden dadurch nach Angaben des Innenministeriums etwa 80.000 unerlaubte Einreisen festgestellt, rund 1900 Schleuser festgenommen und circa 47.000 Menschen zurückgewiesen – etwa wegen gefälschter Dokumente oder fehlender Visa. Diese Sonderregelung wird nun verlängert. „Mit den Grenzkontrollen drängen wir die irreguläre Migration wirksam zurück, das belegen die Zahlen“, erklärte Scholz.

An den Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz gibt es Kontrollen schon seit Oktober 2023, an der deutsch-österreichischen Landesgrenze wurden sie bereits im Herbst 2015 eingeführt.

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