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Zaun um den Görlitzer Park: Das sagt der Central Park zu Kai Wegners Falschaussage

Drogenkriminalität und Gewalt im Görlitzer Park sollen mit einem Zaun zurückgedrängt werden. Kai Wegner nannte den Central Park in New York als Vorbild. Doch dort gab es nie einen solchen Zaun.

Team News Jule Damaske dpa/Jule Damaske
3 Min
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner möchte um den Görlitzer Park einen Zaun ziehen.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner möchte um den Görlitzer Park einen Zaun ziehen.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Im Zusammenhang mit der Debatte um einen Zaun um den Görlitzer Park hat der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) einen falschen Vergleich mit dem Central Park in New York eingeräumt. „Der Regierende Bürgermeister war zur Umzäunung des Central Parks leider falsch informiert worden“, sagte die Senatssprecherin Christine Richter. Trotzdem halte der Berliner Senat an den Zaun-Plänen fest, wie Richter am Mittwoch mitteilte. „Das ist nach wie vor unsere Ansicht.“

Wegner hatte der Deutschen Presse-Agentur zum Kampf gegen Drogenhandel und andere Kriminalität im Görlitzer Park kürzlich gesagt: „Wir sind auch nicht die erste Stadt, die einen Park umzäunt. Der Central Park in New York galt früher als der unsicherste Park der Welt, dann wurde er umzäunt und nachts abgeschlossen.“ Heute sei der Park nachts nicht mehr abgeschlossen und zu einem der sichersten Parks geworden. Wegner hatte angekündigt, der Zaun in Kreuzberg solle spätestens Anfang des nächsten Jahres stehen.

Nun stellte sich heraus, um den Central Park gibt es zwar eine Mauer, die nicht allzu hoch ist, aber keinen festen Zaun. Ein offensichtlicher Fehler Wegners also. „Die Mauer, die den Central Park heute umgibt, ist die einzige Grenze, die der Park jemals hatte“, erklärte ein Sprecher des New Yorker Parks auf Anfrage der Berliner Zeitung. „Die Steinmauer hatte noch nie Schlösser oder Tore, um Menschen rein- oder rauszulassen.“

Zaun um den Görlitzer Park: Kai Wegner hält an Idee fest

Offiziell schließe der Park jeden Morgen um 1 Uhr und werde dann an den Eingängen von Sicherheitspersonal bewacht. „Uns ist nicht bekannt, dass in der Vergangenheit ein zusätzlicher Zaun errichtet worden ist“, so der Sprecher des Central Parks.

Senatssprecherin Richter betonte dazu: „Auch die Zugänge zum Central Park in New York werden nachts geschlossen, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Laut der Central Park Polizei ist ein Hauptgrund für die zurückgegangene Kriminalität, dass das Zugangsverbot in der Zeit ab 1 Uhr konsequent durchgesetzt wurde.“

Dies sei auch das Ziel von Senat und Polizei beim Görlitzer Park, erklärte Richter: „Wir wollen einen Zaun um den Görlitzer Park errichten, um die Lage zu beruhigen und nachts für mehr Sicherheit zu sorgen und Gewalttaten zu verhindern. Der Park soll nachts geschlossen werden, die genauen Schließzeiten werden in Absprache mit der Polizei festgelegt.“

Grüne, Linke und auch Teil des Koalitionspartners SPD kritisieren in der Debatte, dass die Schließung des Parks nur dazu führen werde, dass der Drogenhandel nicht verschwinde, sondern in den umliegenden Wohngebieten noch stärker werde.

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