Vegan, Britisch, Sozial

Für jeden Typ gibt es den passenden Weihnachtsmarkt

Die Weihnachtsmarktsaison beginnt. Mit kleinem und großem Budenzauber.

Susanne Rost
5 Min
Weihnachtsmärkte in Berlin: In der Hauptstadt ist für jeden Typ etwas dabei.

Weihnachtsmärkte in Berlin: In der Hauptstadt ist für jeden Typ etwas dabei.

© imago/Emmanuele Contini

Stimmungsvoll

Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt in Spandau. Wer hier unterwegs ist, bekommt eine besondere Atmosphäre geboten.

Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt in Spandau. Wer hier unterwegs ist, bekommt eine besondere Atmosphäre geboten.

© Imago, Thinkstock

Manchmal sorgt allein schon der Ort dafür, dass der Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll ist – beispielsweise der im Schloss Charlottenburg (ab Montag täglich geöffnet, montags bis donnerstags ab 14 Uhr, freitags bis sonntags ab 12 Uhr, immer bis 22Uhr) oder der auf dem einstigen Rittergut Domäne Dahlem (an allen Adventswochenenden jeweils 11 bis 19 Uhr, Eintritt: drei Euro).

Für seine schöne Atmosphäre bekannt ist auch der Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt mit seinen Buden um den historischen Anger des böhmischen Dorfes. Mehr als 150 karitative Vereine, Organisationen und Verbände verkaufen am zweiten Adventswochenende dort Kunsthandwerk und andere Kleinigkeiten (am Freitag ab 17 Uhr, sonst ab 14 Uhr, jeweils bis abends).  

Vegan

Heiße Maronen.

Heiße Maronen.

© Franziska Gabbert/dpa

Vegane Produkte sind die Spezialität des „Green Market“, dessen Weihnachtsausgabe bereits an diesem Wochenende – 24./25. November – in der Alten Münze in Mitte (Molkenmarkt 2) zu finden ist. Mehr als 50 Händler präsentieren Präsente, Kosmetik, Mode, Speisen ohne tierische Inhaltsstoffe. Der vegane Markt hat jeweils von 12 bis 22 Uhr geöffnet, Eintritt : vier Euro.  

Sozial

Mit Geschenken Gutes tun – und zwar nicht nur dem Beschenkten, dafür gibt es diverse Gelegenheiten. Hilfsprojekten in aller Welt kommt der Erlös des Adventsmarkts des Auswärtigen Amtes am 7. Dezember (15 bis 18 Uhr) und am 8. Dezember (11 bis 17 Uhr) zugute. Verkauft werden im Lichthof des Ministeriums Mitbringsel aus aller Welt sowie Präsente an den Außenminister. Die Einnahmen des Adventsbasars des Vereins Kinderhilfe kommen den Familien kranker Mädchen und Jungen zugute. Er findet am 1. Dezember von 10 bis 17 Uhr in der Friedenskirche in Schöneberg (Handjerystr. 52) statt.
Beschäftigte in Behinderten-Werkstätten haben die feinen Sachen gefertigt, die man beim Basar der Kaspar-Hauser-Stiftung am 1. Dezember von 12 bis 18 Uhr in Pankow (Rolandstr. 18-19) erwerben kann.

Für Kinder

In Märchen ist alles möglich - auch Drachen besiegen und Schätze finden.

In Märchen ist alles möglich - auch Drachen besiegen und Schätze finden.

© imago/stockillustrations

Ob Märchenhütte oder Eisbahn – viele Adventsmärkte bieten  Attraktionen für Kinder.  Das FEZ in der Wuhlheide aber organisiert  einen speziellen Kinderweihnachtsmarkt  mit     Weihnachtswerkstätten und   -bäckerei.  Und zwar an allen vier Adventswochenenden von 12 bis 18 Uhr. Eintritt: zwei Euro.  

International

Menschen aus mehr als 190 Nationen leben in Berlin. Das findet auch in der Adventszeit seinen Niederschlag. „Very britisch“ geht es etwa zu beim Weihnachtsmarkt der Anglikanischen Kirche St. George’s in Neu-Westend (Preußenallee 17). Am Sonntag, 8. Dezember, gibt es dort von 14.30 bis 18 Uhr Geschenke aus UK sowie Christmas Pudding und Mince Pie.

Elchwürste und Prinzessinnentorte gibt es dagegen beim Weihnachtsmarkt der Schwedischen Victoriagemeinde in Wilmersdorf. Am Sonnabend, 1. Dezember, von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag, 2. Dezember, von 12 bis 18 Uhr kann man in der Landhausstraße 26 erleben, wie Weihnachten im hohen Norden gefeiert wird.  

Hoch oben

Glühwein und Punsch sind auf fast allen Weihnachtsmärkten zu bekommen. Auch auf den kleinen und feinen.

Glühwein und Punsch sind auf fast allen Weihnachtsmärkten zu bekommen. Auch auf den kleinen und feinen.

© Getty Images/iStockphoto

Gleich zwei Weihnachtsmärkte rühmen sich, Berlins höchste zu sein: der des Neuköllner „Klunkerkranich“ und der von „Deck 5“ in Prenzlauer Berg. Beide befinden sich auf dem Dach eines Parkhauses. Der „Deck-5-Winterzauber“ auf den Schönhauser Allee Arcaden hat ab dem 29. November täglich ab 15 Uhr geöffnet. Über den Markt des „Klunkerkranich“ auf den Neukölln-Arkaden kann man an allen Adventswochenenden schlendern. 

Naturnah

Wie grün sind deine Märkte! Adventsbasare gibt es sogar im Forstamt Tegel (1. Dezember, 13 bis 18 Uhr), in der Naturschutzstation Malchow (9. Dezember 12 bis 17 Uhr) und in der Wildnis des Schöneberger Südgeländes, wo am 1. Dezember (15 bis 21 Uhr) und am 2. Dezember (12 bis 18 Uhr) obendrein ein Lichtkünstler am Werk ist.

Der Weihnachtsmarkt in den Spät’schen Baumschulen in Treptow (Späthstraße 80/81) hat sogar einen richtigen Weihnachts-Tannenwald zu bieten, und das nicht nur an den Markttagen (1./2., 8./9., 15./16. Dezember, 11 bis 20 Uhr, Eintritt fünf Euro).

Klassiker

Der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt in Berlin.

Der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt in Berlin.

© imago/CHROMORANGE

Wie alle Jahre weihnachtet es auch 2018 wieder auf dem Gendarmenmarkt (ab Montag täglich 11 bis 22 Uhr, Eintritt ein Euro). Während es unter den sternengekrönten Zelten beschaulich zugeht, ist der Weihnachtsmarkt vor dem Roten Rathaus eher grellbunt und rasant. Diverse Fahrgeschäfte, ein Riesenrad und die Eisbahn rund um den Neptunbrunnen gehören zu den Attraktionen des Marktes, der ebenfalls am Montag öffnet (täglich bis 22 Uhr). Auch der nach einem Anschlag vor zwei Jahren diesmal besonders geschützte Markt an der Gedächtniskirche öffnet am Montag. Eine Rodelbahn hat der Markt am Potsdamer Platz zu bieten (täglich 10 bis 22 Uhr).

Hinter Gittern

Adventskränze und Weihnachtsdeko, Feuerschalen und Vogelhäuschen – das sind nur einige Artikel, die die Beschäftigten in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Tegel in den vergangenen Wochen und Monaten gefertigt haben. Verkauft werden sie beim Adventsbasar im Shop der JVA (Seidelstr. 41) an diesem Sonnabend von 10 bis 15 Uhr. Bereits zum 20. Mal wird dieser Basar veranstaltet, bei dem sich der Pressemitteilung zufolge der Tegeler „Knaststollen“ aus der Lehrbäckerei – einem vom zwölf Betrieben der JVA – einen gewissen Berühmtheitsgrad erworben hat. Daneben gibt es Erbseneintopf aus der Gulaschkanone, Würstchen und Pizza. 

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