Corona-Hilfseinsatz

Weiter Fragezeichen hinter Bundeswehr in Friedrichshain-Kreuzberg

Das Gesundheitsamt des Bezirks behauptet, dass es ab Mittwoch mit Soldaten zur Pandemie-Bekämpfung plane. Die Senatsgesundheitsverwaltung weiß davon nichts.

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Soldaten des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung werten im Gesundheitsamt Mitte Daten zur Corona-Kontaktverfolgung aus. 

Soldaten des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung werten im Gesundheitsamt Mitte Daten zur Corona-Kontaktverfolgung aus. 

© DPA

Die Meldungen aus Friedrichshain-Kreuzberg klangen sehr bestimmt: Das Bezirksamt setze ab Mittwoch „medizinisches Personal“ der Bundeswehr in zwei Abstrichteams ein. „Wir haben uns am Freitag im Bezirksamt darauf verständigt, das Angebot der Senatsgesundheitsverwaltung über medizinisches Personal der Bundeswehr anzunehmen“, sagte Gesundheitsstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke) der Berliner Zeitung. Dieses Personal solle vor allem Tests in großen Einrichtungen wie Flüchtlings- oder Wohnungslosenunterkünften vornehmen. Jüngst hatte man eine komplette Unterkunft unter Quarantäne setzen müssen, weil nicht genug Personal da war, um die Kontaktpersonen eines Positiv-Getesteten ebenfalls Tests zu unterziehen, so Mildner-Spindler. Das wolle man künftig ausschließen – und dafür nehme man die Hilfe der Soldaten gerne an.

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