Schon am Freitag hatten in Berlin kurz nach der Nachricht zum Tod Nawalnys viele hundert Menschen in Berlin und anderen Städten demonstriert. Auch in München und anderen Städten wurde demonstriert. Putin sei für den Tod Nawalnys verantwortlich, teilte die Kampagne mit. „Wir geben allerdings nicht auf. Denn, wie Alexej Nawalny betonte, wenn er ermordet wird, sind wir unglaublich stark.“
In Russland trauerten zahlreiche Menschen trotz Festnahmen und Drucks der Behörden um den Kremlgegner. In Moskau und anderen Städten räumten Männer in Zivil und Mitarbeiter der Stadtreinigung spontan errichtete Erinnerungsstätten, packten Blumen in Mülltüten, sammelten Kerzen und Bilder ein. Medien in vielen Teilen Russlands berichteten, dass trotzdem weiter frische Blumen niedergelegt, Kerzen angezündet und Bilder aufgestellt wurden. Nach Informationen von Menschenrechtlern gab es mehr als 100 Festnahmen.
Nawalny war nach Darstellung russischer Behörden am Freitag bei einem Hofgang im Straflager bei eisigen Temperaturen zusammengebrochen und gestorben. Menschenrechtler werfen dem russischen Machtapparat Mord vor. In Russland geht der Machtapparat immer wieder mit Gewalt gegen Andersdenkende vor. Proteste werden in dem Land schon seit Jahren nicht erlaubt.
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