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Weitergabe von Daten nach China: TikTok muss 530 Millionen Euro zahlen

Wegen Verstöße gegen den europäischen Datenschutz muss TikTok nun eine hohe Strafe zahlen. Die App behauptet, keine Personendaten auf Servern in China zu speichern.

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Ein Nutzer hält ein Smartphone mit der geöffneten TikTok-App in der Hand.

Ein Nutzer hält ein Smartphone mit der geöffneten TikTok-App in der Hand.

© Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Die Internetplattform TikTok muss wegen Verstößen gegen den europäischen Datenschutz eine Strafe von 530 Millionen Euro zahlen. Die zuständige irische Datenschutzkommission DPC verhängt die Zahlung wegen der Weitergabe von Daten nach China. TikTok habe gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen, weil das Unternehmen europäische Nutzerdaten nach China weitergeleitet und auch gegen Transparenzanforderungen verstoßen habe, hieß es in der Mitteilung.

Der Plattform werde nun auferlegt, die Millionenstrafe zu zahlen und seine Datenverarbeitung innerhalb von sechs Monaten so anzupassen, dass sie den Regeln entspreche. Gegen die Strafe kann TikTok noch Einspruch erheben.

Was werfen die Datenschützer TikTok vor?

Während der Untersuchung habe TikTok mitgeteilt, keine Nutzerdaten aus Europa auf Servern in China zu lagern, teilte die irische Aufsichtsbehörde mit. Im April habe die Plattform allerdings eingeräumt, dass das in begrenztem Umfang doch passiert sei und inkorrekte Angaben gemacht worden seien.

Die Datenschutz-Grundverordnung verlange, dass das hohe Maß an Datenschutz innerhalb der EU auch dann gelte, wenn persönliche Daten an andere Länder weitergegeben würden, teilte DPC-Vizechef Graham Doyle mit. TikTok habe aber nicht garantieren können, dass Daten europäischer Nutzer, auf die Mitarbeiter in China Zugriff gehabt hätten, ähnlich geschützt seien wie in der EU. TikTok habe damit etwa nicht den möglichen Zugang chinesischer Behörden berücksichtigt.

Was hat TikTok mit China zu tun?

TikTok ist mit seinen Kurzvideos eine der beliebtesten Social-Media-Plattformen. Die App gehört zum chinesischen Konzern Bytedance mit Hauptsitz in Peking. In China, wo die Menschen eine zensierte Version des Dienstes nutzen, heißt die App Douyin. TikTok betont stets, dass Bytedance mehrheitlich internationalen Investoren gehöre.

Doch der Mutterkonzern muss sich durch seine Zentrale in Peking auch Vorgaben der chinesischen Behörden beugen. Weil außerdem der Algorithmus – jenes Herzstück der App, das die Videos für die Nutzer auswählt und sie so auch lange vor dem Bildschirm hält – in China entwickelt wurde, braucht es für eine Weitergabe die Erlaubnis Pekings. Dieser Umstand ist vor allem für den angeordneten Verkauf TikToks in den USA ein Problem, weswegen die App jüngst Schlagzeilen machte.

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