Wirtschaftskrise

Das Ende von „Made in Germany“: Was können wir eigentlich noch richtig gut?

Die deutsche Wirtschaft gilt vielen als Auslaufmodell. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt Spitzenklasse im Verborgenen. Aber wie lange noch?

7 Min
Ein Schmelzer steht im Schutzanzug vor flüssigem Eisen, an einem Hochofen.

Ein Schmelzer steht im Schutzanzug vor flüssigem Eisen, an einem Hochofen.

© Patrick Pleul

Es war der Sommer 2014, als Deutschland sich selbst feierte wie selten zuvor. Fußballweltmeister, boomende Wirtschaft, volle Staatskassen, eine Gesellschaft in Hochstimmung. Die Automobilmanager saßen entspannt in ihren Vorstandsetagen und belächelten einen gewissen Elon Musk, der in Kalifornien Elektroautos baute, die kaum jemand ernst nahm. Und dann noch chinesische Hersteller? Ein Witz, den man sich auf Messen erzählte.

Heute baut Volkswagen in einem Ausmaß Stellen ab, das vor wenigen Jahren noch undenkbar schien, und die Hiobsbotschaften nehmen kein Ende: Strukturkrise, Deindustrialisierung, Massenentlassungen. Die einst so stolze Automobilindustrie wird von Konkurrenten aus Fernost überrollt. Vergleichsweise günstige Energie aus Russland ist seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine Geschichte. Die USA erheben Zölle, China hat technologisch aufgeholt und in vielen Bereichen schlicht überholt. Doch ist wirklich alles verloren?

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