Die 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe in Berlin-Neukölln ist am späten Mittwochabend erfolgreich entschärft worden. Das teilte die Polizei mit. Tausende Menschen, die ihre Wohnungen vorher verlassen mussten, konnten kurz vor Mitternacht wieder zurückkehren.
Die etwa 100 Kilogramm schwere Bombe wurde nach Polizeiangaben gegen 10.40 Uhr bei einer geplanten Suche nach Kriegsaltlasten auf dem Grund des Neuköllner Schifffahrtskanals zwischen der Teupitzer und der Treptower Straße entdeckt. Um den Fundort richteten die Einsatzkräfte einen Sperrkreis von 500 Metern ein. Die Entschärfung wurde noch für den Verlauf des Tages geplant.
Seniorenheim bleibt im Sperrkreis
Innerhalb des abgesperrten Bereichs lagen laut Polizei auch eine Kita, eine Obdachlosenunterkunft und ein Seniorenheim. Mit dem Altenheim sei vereinbart worden, dass die Bewohner im Gebäude bleiben und sich von den Fenstern fernhalten sollten, teilte der Polizeisprecher mit. Der Bezirk richtete in der Adolf-Reichwein-Schule an der Sonnenallee eine Notunterkunft für bis zu 200 Menschen ein.
Allein die Polizei war mit rund 200 Kräften vor Ort, hinzu kamen Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz. Beamte klingelten an den Türen, Lautsprecherwagen fuhren auf beiden Seiten des Kanals, zusätzlich warnten die Behörden über das System Katwarn. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) leiteten die Buslinien M43, 171 und 166 um.
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