Nach dem Debakel von Katar, als sich die deutsche Nationalmannschaft vor dem ersten Gruppenspiel kollektiv die Münder zuhielt und die damalige SPD-Innenministerin Nancy Faeser mit einer „One Love“-Binde auf der Tribüne thronte wie eine Gouvernante beim Elternabend, schien eine leise Erkenntnis gereift zu sein. Vielleicht, so die kühne Vermutung, könnte man sich bei einer Fußball-WM wieder auf das konzentrieren, was auf dem Rasen passiert.
„Machthaber“
Vom Weltmeister zum Welterklärer: Philipp Lahms Gastgeberbeleidigung gegen Donald Trump
Früher grätschte er auf dem Rasen, heute gegen gewählte Präsidenten. Damit steht der Ex-Kapitän in der Tradition deutscher Obermoralisten. Ein Kommentar.
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Philipp Lahm, Ex-Nationalspieler und Kolumnist der Zeit: In seiner jüngsten Kolumne bezeichnete er US-Präsident Donald Trump als „Machthaber“.
© imago/Frank Hoermann/Sven Simon