Eklat bei der WM-Siegerehrung

Weltmeisterin Hermoso im spanischen Kuss-Skandal vorgeladen

Auch nach drei Monaten hält der Kuss-Skandal um den früheren Verbandsboss Luis Rubiales Fußball-Spanien weiter in Atem. Kommt der 46-Jährige auf die Anklageb...

dpa
2 Min
ARCHIV - Die Spielerin soll im Kuss-Skandal um Luis Rubiales vor dem Staatsgerichtshof aussagen.  n/dpa

ARCHIV - Die Spielerin soll im Kuss-Skandal um Luis Rubiales vor dem Staatsgerichtshof aussagen. n/dpa

© Isabel Infantes/Press Associatio

Hermoso war bei der WM-Siegerehrung am 20. August im australischen Sydney nach dem gewonnenen Finale gegen England von Rubiales auf den Mund geküsst worden. Obwohl der damalige Verbandsboss weiterhin beteuert, Hermoso habe dem Kuss zugestimmt, erklärte die Spielerin, sie habe sich „als Opfer einer impulsiven, sexistischen und unangebrachten Handlung gefühlt, der ich nicht zugestimmt habe“.

Der zuständige Untersuchungsrichter Francisco de Jorge hat bereits zahlreiche Zeugen befragt, darunter auch mehrere Spielerinnen des spanischen Weltmeisterteams. Er muss entscheiden, ob Rubiales auf die Anklagebank kommt. Dem 46-Jährigen droht in diesem Fall laut Experten eine Haftstrafe von bis zu vier Jahren. Wegen seines übergriffigen Verhaltens wurde Rubiales bereits Ende Oktober vom Weltverband FIFA für drei Jahre gesperrt. Das gilt für jegliche Fußballtätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. Auch der spanische Sportgerichtshof sperrte ihn jüngst für drei Jahre.

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