Als Welttoilettentag wurde der 19. November zum ersten Mal 2001 ausgerufen, und zwar von der in Singapur ansässigen World Toilet Organisation (WTO), einer internationalen Nichtregierungsorganisation. Dabei handelte es sich keineswegs um eine Marketingkampagne der Toilettenhersteller; vielmehr hob der WTO-Gründer Jack Sim mit seiner Initiative die weltweite Einrichtung hygienischer und zweckmäßiger Toiletten als entwicklungspolitische Notwendigkeit und als grundsätzliches Menschenrecht auf die Agenda.
Eine öffentliche Toilette in der Joachimstaler Straße an der Ecke Kurfürstendamm.
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Hier geht es abwärts zu den Klos.
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Und so sieht es drinnen aus in der Toilette am Ku'damm.
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Blick in die öffentlichen Toilette, des sogenannten "Café Achteck" am Gendarmenmarkt in Berlin.
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Edel und sauber: Blick in die Toilette des Café Kaisersaal.
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Das sehen mittlerweile auch die Vereinten Nationen so. Mit ihrem ersten offiziellen Welttoilettentag wollen sie am heutigen Dienstag auf die drastischen Folgen fehlender sanitärer Anlagen und die Bedeutung sauberen Wassers hinweisen. Mehr als 800.000 Kinder sterben laut UN jedes Jahr an Durchfall, für den in den meisten Fällen katastrophale hygienische Umstände verantwortlich sind. Und mehr als eine Milliarde Menschen verrichten ihr Geschäft immer noch im Freien.
Trotz der offensichtlichen Not, so Generalsekretär Ban Ki Moon, habe es bislang nur wenige Fortschritte gegeben: „Wir müssen die Tabus brechen und sanitäre Anlagen für alle zu einem Hauptziel der weltweiten Entwicklung machen. Sanitäreinrichtungen sind von zentraler Bedeutung für die menschliche Gesundheit und die Umwelt.“
Klo-Kunst und Toiletten-Lyrik
"Du bist tief in meinem Herzen drin!" Liebeserklärungen mit Edding für die Ewigkeit. Auf der Toilette im K17 in Friedrichshain in der Pettenkoferstraße kann man ruhig länger verbringen. Zu rührselig sind die Sprüche auf dem Damenklo.
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Frauen halten zusammen und machen ihren Geschlechtsgenossinnen selbst auf der Toilette Mut: Im Monarch am Kottbusser Tor in Kreuzberg braucht man solche Mutmacher-Weisheiten ja vielleicht...
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So geht es übrigens bei den Männern ab: Wo sich Frauen Mut zusprechen, geht es bei den Männern härter zu.
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Wer nichts schreibt, der malt. Jedenfalls in der Hotel-Bar in der Mariannenstraße in Kreuzberg. Wäre diese Zeichnung auf einem Männerklo entstanden, stünde da vermutlich: Ha-Ho-He-Hertha BSC!
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Du hast die Haare schön. Und alles andere auch. Das jedenfalls muss die Frau gedacht haben, als sie im Monarch am Kotti ihren Stift zückte und diese Nachricht an ihre Nachfolgerinnen hinterließ.
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Das Weiberklo im Freien Neukölln (mit Übersetzung ins Englische > schließlich sollen auch die Touristen mitlesen können). Da hat sich wohl jemand verirrt. War er auf der Suche nach seiner Freundin? Wollte er jemanden kennenlernen? War das Männerklo zu voll? Zu dreckig? Man weiß es nicht. Nachdenklich, die Autorin.
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Genau! Auch das eine berechtigte Anmerkung. Im Freien Neukölln stellt man die richtigen Fragen. Allerdings ohne Antwort.
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Auge und Fuß auf der Bank: Was genau dieser Non-Sense-Witz uns sagen will, weiß keiner so genau. Vielleicht sollte man sich öfter mal ins Supernova in der Stargarder Straße in Prenzlauer Berg begeben, um hinter den Kern der Aussage zu kommen.
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Ganz klarer Fall: Hier war ein Künstler im Sisyphos in Rummelsburg unterwegs.
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Lange war nicht klar, ob der Schokoladen in der Ackerstraße in Mitte schließen muss oder nicht. Ob dieser pessimistische Spruch auf dem Frauenklo noch aus dieser Zeit her rührt?
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Besuch aus den USA: Am Kurfürstendamm am Wittenbergplatz hat sich eine Dame mit einem Kugelschreiber verewigt. Kat, komm doch mal wieder!
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Lebensweisheiten sind der ganz große Renner auf den Damenklos der Hauptstadt. Frage ans andere Geschlecht: Steht so etwas auch bei Euch an den Wänden der Toilettenräume?
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Da bleibt nur eine Frage offen: Wer ist K.H.? Im Möbel Olfe am Kottbusser Tor sind die Wände etwas schwer zu bemalen, zu bunt ist der Hintergrund. Aber diese Dame fand doch ein Plätzchen für ihre Aussage an die Öffentlichkeit.
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We love Ole. Prähistorische Kreidezeichnungen und Schriftzeichen im Fitcher´s Vogel in der Warschauer Straße in Friedrichshain. Ole, we love you too!
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Liebesschwüre im K17. Ist C/3 die Autorin? Ist dann R2D2 der Vater? Und wo ist dann Luke Skywalker? Fragen über Fragen. Wir hoffen, dass Eric und C/3 noch lange glücklich miteinander sind.
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Da grüßt jemand im Monarch unsere Hauptstadt. Danke dafür und jetzt zurück an die Bar, schließlich wartet bestimmt schon eine Traube Menschen vor der Tür.
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Humbug. Nicht Hamburg. Gerne hätte man gewusst, was die Verfasserin in der Hotel-Bar in der Mariannenstraße denn nun so humbugisch findet.
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Jule und Franzi. Franzi und Jule. Ein schriftliches Zwiegespräch auf Klo im K17. Jetzt brauchen sich die Männer auch nicht länger fragen, warum Frauen immer zu zweit auf die Toilette rennen.
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Harte Sprüche in der Mini-Bar in der Graefestraße in Kreuzberg. Und auch ein bisschen lustig.
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Love is doof. Höhöhi. Nä. Sinnbefreites im Schokoladen in Mitte.
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Im Sisyphos in Rummelsburg geht die Sonne auf, wenn man das Damenklo besucht.
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Kritische Stimmen in der Pony-Bar in den Alten Schönhauser Straße in Mitte: Diese Toiletten-Benutzerin findet die Spruchauswahl offenbar etwas dünne. So richtig etwas zu sagen, hat sie aber auch nicht. Egal, Hauptsache verewigen.
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Das Supernova in der Stargarder Straße in Prenzlauer Berg: Auch hier bleibt die tiefere Bedeutung der Aussage irgendwie vor der Tür. Oder im Bierglas. Aber immerhin mit Berliner Akzent.
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Der Handtrockner ist im Schokoladen offenbar nicht so leicht zu finden. Daher zeigt dieser Wegweiser, wo die Dame ihre Hände schnell trocken bekommt. Danke dafür. Wer reibt seine nassen Hände schon gerne an der Jeans oder am Rock trocken.... Wie sieht das denn aus?
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Besuch aus Nordirland in der Pony-Bar in Mitte.
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Nein, wir können auch anders. Nicht nur Hippiekram findet man auf dem Klos dieser Stadt. Auch Rebellinnen kommen in den hinteren Zimmern der Bars zu Wort - wie hier in der Pony-Bar.
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Was sich für ein Drittel der Menschheit als unerreichbares Luxusgut erweist, ist für uns eine wenig beachtete Selbstverständlichkeit oder einfach nur schambesetzt. Seit jeher treiben wir einigen Aufwand, technisch wie ästhetisch, uns Kot und Urin vom Leib zu halten – eine ganz eigene Kulturgeschichte.
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